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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Bad Soul - Uncanny Ink 1


Erscheinungsdatum: 18.10.2018


Autor: M.V. Stott, David Bussell


Seitenzahl: 162 Seiten


ASIN: B07GYQLBZD


Erhältlich: hier


Klappentext:

Promises, rules, bones; Erin Banks will break them all.

Unscrupulous and lethal, Erin has everything she needs to be an assassin in a world full of mobsters, monsters, and magic.

She wasn’t born with powers, but thanks to her Uncanny Ink—arcane tattoos that transform her body into a magic-fuelled killing machine—she’s more than a match for anyone dumb enough to stand between her and getting paid.

Fresh out of prison, Erin wastes no time getting back to what she does best: running down wanted men and claiming their bounties.

But when a powerful demon lurking in a black cathedral hires her to round up an errant soul, the creature offers a reward far more valuable than money…

He offers Erin the key to unlocking her tragic past. The key to the mystery surrounding her long-lost brother. (Cover, Klappentext by Uncanny Kingdom)



Rezension:

Täglich verschwinden Kinder. Manche werden entführt, andere laufen weg und dennoch ist diese Geschichte der Beginn von etwas ganz Außergewöhnlichem...

Das Autorenduo David Bussell und M. V. Stott veröffentlicht mit seinem Roman „Bad Soul“ den Auftakt der „Uncanny Ink“ Reihe und entführt die Leser in eine mysteriöse und zugleich gefährliche Welt, die direkt vor unseren Augen liegt und zu der nur die wenigsten Menschen zutritt haben. Mit dem Augenmerk auf der Protagonistin – Erin Banks, ihres Zeichens die beste Auftragsmörderin der gesamten 'Uncanny World' – erzählen die Autoren in den bisher erschienenen sechs Romanen (Stand Januar 2019) Erins Geschichte. Dabei ist jeder Roman in sich selbst abgeschlossen, wobei ein roter Faden alle Romane in einer Hintergrundhandlung verknüpft.

Doch genug der Hintergrundinformationen. Es wird Zeit für das wahrhaft Interessante: den ungewöhnlichen Charakter der Erin Banks! Obwohl es sich bei „Bad Soul“ um den Einstieg in eine Reihe handelt, befindet man sich als Leser ab der ersten Seite inmitten der Handlung wieder … oder eher in einem sehr direkten Gespräch mit der Protagonistin. Schnell wieder eines klar, Erin ist nicht auf den Mund gefallen. Drohungen, sarkastische Kommentare und ein kleines Update zur aktuellen Situation dienen dem Leser als eine lockere und unterhaltsame Einleitung, die zugleich den Ton der Romane andeutet. Neben diesen legeren Elementen dominiert jedoch auch eine gute Portion Spannung den Handlungsstrang, sodass man von Anfang bis Ende mit ungewöhnlichen Elementen und Kommentaren, die die vierte Wand durchbrechen, unterhalten wird.

Anders als die vorherige Beschreibung vielleicht vermuten lässt, ist Erin Banks Charakter jedoch so viel mehr als die draufgängerische Söldnerin, die sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Bereits zu beginn erfährt man, dass Erins „kleiner Baby-Bruder James“ – wie sie ihn immer wieder in ihren Erinnerungen und inneren Monologen nennt – unter ihrer Obhut von einem auf zwei Beinen laufenden Schwein und einem rotäugigen Mann entführt wurde. Eine Behauptung, die der zehnjährigen Erin selbstverständlich nur noch mehr Missgunst und Enttäuschung entgegenbringt. Doch sie weiß, was sie gesehen hat … weiß, dass ihr Bruder vielleicht noch irgendwo da draußen ist. Dieses Ereignis der Vergangenheit ist Erins Verbindung zur „Uncanny World“ und der Grund, weshalb sie mithilfe von magiedurchflossenen Tattoos ein Teil dieser seltsamen Welt geworden ist. Es ist ihr Antrieb auf der Jagd nach dem 'Rotäugigen Mann', die sie mit Auftragsmord finanziert. Und so spannt sich der Bogen zwischen den zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen, die die „Uncanny Ink“ Romane teilen: zum einen die Suche nach James und zum anderen die immer neuen Jobs, die die Protagonistin mit ihren Tattoo-Kräften erledigt.

Doch wie alles im Uncanny Kingdom sind auch die Auftragsmorde alles andere als gewöhnlich. Aktuell ist es der Dämon, der allgemein unter dem Namen „The Long Man“ bekannt ist, für den Erin eine Seele beschaffen soll, die sich gegen den Dämonen-Pakt wehrt. Und so macht sich die Assassine mit samt eines Seelendolches auf die Jagd nach einem Mann, der aus Liebe zu seinem Kind handelte. Dieser erste Auftrag, den man gemeinsam mit Erin erlebt, zeigt dabei ganz deutlich auf, dass man es nicht mit den „Guten“ zu tun hat. Man hat keine Protagonistin vor Augen, die edel und mitfühlend handelt … nein, Erin ist gnadenlos und ganz klar auf ihre Belohnung aus. Solche Szenen sorgen im Roman für Spannung und Emotionen und zeigen zugleich auch auf, mit welchem Ideenreichtum die Autoren ihre Welt erschaffen.

Neben Erin gibt es jedoch auch wichtige Nebencharaktere, die beinahe genauso verrückt sind, wie die Protagonistin. Cupid (das mollige, geflügelte Baby, der offenbar eine Art Cupido darstellt) ist nur der irrwitzige Anfang, gefolgt von Parker (Erins blinden Tätowierer) und dem Magier Kirklander, der besonders durch seine witzige Art hervorsticht und den Leser hervorragend täuschen kann. Diese drei sind nur wenige der vielen Charaktere und zeigen, was sie alle gemeinsam haben: die Figuren sind ungewöhnlich, einzigartig und oftmals unberechenbar, sodass sie einen großen Beitrag zur im Roman vorherrschenden Atmosphäre beisteuern.

Bewertung:

Ich hatte keine Ahnung, was mich bei „Bad Soul“ erwarten würde, doch bereits nach wenigen Seiten zeigte sich, dass M. V. Stott und David Bussell in ihren Urban Fantasy Romanen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Egal ob die „Demon Realms“, die man nur betreten kann, indem sich der Torwächter aufschlitzt und man durch dessen Körper hindurch kriecht; oder es der Seelen Wald des Long Mans ist. Man wird während des Lesens immer wieder überrascht und somit in die Romanwelt hineingezogen.

Auf der anderen Seite steht jedoch auch der Fakt, dass manche Charaktere es dem Leser nicht sonderlich leicht machen, mit ihnen warm zu werden. Sie mögen zwar mit ihrer Skurrilität glänzen, doch auf emotionaler Ebene fehlt ab und an etwas. Besonders Erin schien mir lange Zeit sehr kühl, sodass ich von ihrer Entwicklung am Ende sehr überrascht wurde.

Abschließend kann ich „Bad Soul“ (Urban) Fantasy Fans jedoch nur empfehlen. Obwohl es hier und da noch kleine Ecken und Kanten gibt, sind die unvorhersehbaren und ungewöhnlichen Elemente der Handlung sowie der moralische Konflikt der Protagonisten einfach unschlagbar und halten einige Überraschungen bereit.

8/10 bzw. 4/5 Sterne

★★★★★★★★☆☆


Bei der "Uncanny Ink" Reihe handelt es sich um von Uncanny Kingdom bereitgestellte Rezensions-/Vorableseexemplare, die ich als Vorableser erhalte. Ich bedanke mich herzlich bei den Autoren David Bussell und M.V. Stott für die Unterstützung meiner Arbeit und die Möglichkeit, ihre Werke bereits vorab lesen zu dürfen. Dieser Umstand hat jedoch keinerlei Auswirkung auf die hier dargelegte persönliche Meinung meinerseits.

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