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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Tochter des Dunklen Waldes


Erscheinungsdatum: 24.11.2017

Autor: Katharina Seck

Seitenzahl: 414 Seiten ISBN: 978-3-404-20880-7

Erhältlich: hier


Klappentext: Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.

Seit sie denken kann, hört die junge Lilah Warnungen vor dem finsteren Morgenwald. Niemand aus ihrem Dorf betritt ihn, auch wenn kaum jemand mehr weiß, was Wahrheit und was Legende ist. Doch dann wird am Waldrand die Leiche einer Frau gefunden. Sind die alten Geschichten also wahr? Gibt es Ungeheuer im Wald? Lilah wird es herausfinden. Denn zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann, dem Lilahs Herz gehört. Er ist in den verfluchten Wald gegangen. Und Lilah trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie folgt ihm ... (Cover, Klappentext by Bastei Lübbe)



Rezension:

Ein Leben zwischen Dunkelheit und Licht, zwischen Magie und Angst, zwischen Mensch und Dryade...


In ihrem Roman „Tochter des dunklen Waldes“ lässt die Autorin Katharina Seck eine sehr menschliche und zugleich von Mythen und Legenden durchzogene Welt entstehen, die der unseren nicht einmal so unähnlich ist. Gemeinsam mit der Protagonistin Lilah erlebt der Leser, wie schwierig ein völlig Neues Ich zu handhaben ist und Vorurteile einem ganzen Volk zum Verhängnis werden können. Spannungstechnisch erlebt der Roman dabei jedoch viele Höhen und Tiefen. Seck bringt sowohl Lilahs neues Alltagsleben als auch Gefahren und Dramen in die Geschichte ein, sodass es vorkommt, dass auf eine „dramatische Szene“ völlig unvorbereitet der normale Tagesablauf der Protagonistin folgt. Die dadurch für manch einen entstehende „Flaute“ ist von daher keine große Überraschung und ein Hindernis, mit dem man leider rechnen muss.


Seit sie denken kann, fühlt sich die junge Lilah wie magisch von dem düsteren Wald am Rande ihres Dorfes angezogen. Doch dunkle Mythen und Schauergeschichten ranken sich um diesen Wald, sodass es ihr 'verboten' ist, dem Ruf zu folgen. Doch als der Erntehelfer Dorean, den Lilah schon seit Jahren kennt, nach dem Fund einer Frauenleiche in den Wald flüchtete, sieht sich die junge Frau gezwungen, ihren Freund zu retten und aus dem Wald zurückzuholen, bevor er seinen Bewohnern zum Opfer fällt. Sobald sie jedoch den 'Morgenwald' betreten hat, ändert sich alles schlagartig und das Morden geht weiter.

Mit den ersten Szenen, die man als Leser in der kleinen Dorfschenke miterleben kann, wird schnell der Eindruck erweckt, dass Lilah zum einen innerhalb der Gemeinschaft nicht viel zu sagen hat und zum anderen wird klar, dass sie ihre 'rebellischen' Gedanken – wenn sie denn aufkommen – unter Verschluss hält. Diese Verhaltensweise lassen die Protagonistin besonders zu Beginn etwas schwach erscheinen. Sobald die Konflikte sich langsam ausbreiten, lässt dieser Eindruck zwar etwas nach und es wird deutlich, wie das neue Ich Lilahs auch ihren Charakter beeinflusst, doch im Großen und Ganzen bleiben ihre Charakterzüge gleich. Selbst als es gegen Ende im Morgenwald zu großen Konflikten und Gefahren kommt, wirkt es, als kämpfe die junge Frau gegen einen unüberwindbaren Sturm an – was mich, als Leser, sehr frustriert hat.


Neben dem mysteriösen Dorean, der selbst zum Ende des Romans noch die Verschwiegenheit in Person war, hat Lilah unter den Dorfbewohnern und Dryaden viele Freunde aber auch sehr viele Feinde. Wer die Freunde unter ihnen sind, ist von Beginn an deutlich zu erkennen. Doch das offensichtliche Auftreten der Feinde, die niemand außer Lilah zu erkennen scheint, ist gelinde gesagt nicht optimal gelöst. Die Art und Weise, wie die Nebencharaktere auf die junge Dryade Lilah eingewirkt haben bzw. NICHT einwirkten, ist leider ein großer Minuspunkt, der die Umwelt des Romans in einigen Aspekten stumpfer macht, als die eigentlich ist.


Bewertung:

Mit „Tochter des dunklen Waldes“ hat Seck eine interessante Romanwelt geschaffen, die jedoch durch Handlung und Charaktere viel Potenzial verloren hat. Besonders die Schwankungen im Spannungsbogen haben mir persönlich sehr zu schaffen gemacht, weshalb ich besonders im Mittelteil nach 2-3 Kapiteln einfach eine Pause machen musste. Hinzu kam, dass manche Entscheidungen der Charaktere besonders bezüglich des „großen Plans“ gegen Ende einfach nur als absurd oder viel zu kompliziert einstufen konnte, was das Ansehen der Charaktere noch einmal geschwächt hat.

Es war jedoch im Gegensatz schön zu sehen, wie eine neue Idee in einem Fantasy-Roman zu finden war. Durch diese neuen Elemente war die Geschichte manchmal schwieriger vorauszusehen und überraschte an den undenkwürdigsten Stellen.


4/10  bzw. 2/5 Sterne

★★★★★☆☆☆☆☆


PS Bei diesem Roman handelt es sich um ein vom "Lyx Verlag" bereitgestelltes Rezensionsexemplar. Ich bedanke mich recht herzlich für die daraus resultierende Unterstützung meiner Arbeit auf diesem Blog. Dennoch hat dieser Umstand keinerlei Einfluss auf meine Meinung und Bewertung des Werkes.

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©2019 by Andraja Meda

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