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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Written in Red - The Others


Erscheinungsdatum: 30.06.2016


Autor: Anne Bishop


Seitenzahl: 512 Seiten


ISBN: 978-3-95991-611-0


Erhältlich: hier


Klappentext:

Entdecke eine Welt, die von den Anderen bevölkert wird – unheimliche Wesen, die diese Welt beherrschen und für die Menschen Beute sind.

Meg Corbyn ist eine Cassandra Sangue – eine Blutprophetin – und kann in die Zukunft sehen, wenn ihre Haut geritzt wird. Eine Gabe, die sich eher wie ein Fluch anfühlt. Meg wird von ihrem Aufseher wie eine Sklavin gehalten, damit er unbegrenzten Zugang zu ihren Visionen hat. Doch als sie entkommt, ist der einzig sichere Platz, an dem sie sich verstecken kann, der Lakeside Courtyard – ein Geschäftsviertel, das von den Anderen geführt wird.

Gestaltwandler Simon Wolfgard zögert, die Fremde einzustellen, die sich als menschliche Kontaktperson bewirbt. Er spürt, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Und warum riecht sie nicht nach menschlicher Beute? Doch sein Instinkt drängt ihn, Meg den Job zu geben. Als er die Wahrheit über sie erfährt und dass Meg von der Regierung gesucht wird, liegt es an ihm zu entscheiden, ob sie den unausweichlichen Kampf zwischen Menschen und den Anderen wert ist. (Cover, Klappentext by Drachenmond Verlag)



Rezension:

In einer Welt, in der die Menschen nichts anderes als intelligente Beute für die „Anderen“ sind, sind diese Raubtiere ihre einzige Hoffnung...


Die amerikanische Autorin Anne Bishop erschafft mit ihrer Reihe „Die Anderen“ (engl. the others) eine einmalige Romanwelt, die unserer Erde so ähnlich und zugleich so unglaublich fremd ist, dass man sich von Neugier getrieben in der Umgebung verliert und jedes noch so kleine Detail aufsaugt, um hinter die Geheimnisse „Namids“ zu gelangen. Inmitten dieser Unmengen an Informationen und Überraschungen verfolgt der Leser den Überlebenskampf der Protagonistin Meg Corbyn, die durch ein Leben in Isolation ebenso wenig über die Romanwelt weiß, wie der Leser selbst. Somit lernt man gemeinsam mit Meg Schritt für Schritt die Welt der Anderen kennen und zittert im Verlauf der Handlung um das Leben der jungen Frau. Das abgestimmte Zusammenspiel diese Komponenten mit der vielschichtigen und überraschend unvorhersehbaren Handlung erschafft damit einen fesselnden und mitreißenden Spannungsbogen, sodass man den Roman bis zur letzten Seite nicht mehr freiwillig aus der Hand legen will.


Ihr ganzes bisheriges Leben bestand aus „Schneiden“ und „Lernen“. Für die 'Wandelnden Namen' war sie nichts weiter als Ware; eine Nummer, die zu gehorchen hatte und bei verstoß der Regeln bestraft werden musste. Doch diese Bestrafung hat für cs759 ungeahnte Folgen, die sie schließlich zum Ausbruch in eine unbekannte Welt verleiten. Auf ihrer gefährlichen Flucht vor ihren „Besitzern“ treibt es cs759 schließlich in den Lakeside Country Yard, wo sie sich unter dem Namen Meg Corbyn um den Job der Verbindungsperson bewirbt. Für die junge Frau scheint es der einzige sichere Ort zu sein, denn nicht einmal ihre Verfolger würden sich in das Territorium der Anderen wagen. Doch je länger sie bei den Anderen verweilt, umso gefährlicher wird Megs Anwesenheit für ihre neu gewonnen Freund. Die Wandelnden Namen setzen alles daran cs759 zurückzubekommen und scheuen nicht davor zurück den fragilen 'Frieden' – wenn man das Abkommen zwischen Terra Indigenen und Menschen denn so bezeichnen kann – zu gefährden. Der Protagonistin bleibt somit keine andere Wahl, als sich ihren Feinden zu stellen, um das Gleichgewicht zu erhalten und ihre Freund zu beschützen.


Die ersten Seiten des Romans, in denen Meg im Country Yard ankommt, sind erschreckend. Simple Fragen wie das Benutzen einer Mikrowelle oder das Verlassen einer Wohnung beherrschen den Kopf der jungen Frau. Schritt für Schritt muss sie die einzelnen Handlungsabläufe gedanklich durchgehen, da sie solche Dinge nur aus dem Unterricht der Wandelnden Namen kennt. Dadurch erweckt sie schnell den Eindruck, dass sie für ihr Alter von circa 24 Jahren nicht die zugehörig geistige Entwicklung zu besitzen scheint. Je länger sie jedoch unter den Anderen lebt, die 'Welt' erkundet und Vertrauen und soziale Kontakte aufbaut, umso schnelle macht Meg beeindruckende Fortschritte, sodass diese 'Mangel' schnell in Vergessenheit gerät. Das Leben, das sie sich dabei im Country Yard aufbaut, ist eine Mischung aus Gefahr und Sicherheit.. ja eigentlich purer Lesefreude, da man als Leser Charaktere wie Sam, Jack oder Tess ins Herz schließt und zugleich die Intrigen Dritter miterlebt. Das neue Vertrauen, welches Meg entwickelt, ist jedoch nicht grenzenlos. Die Visionen und Vorahnungen, die sie immer wieder erhält und ihren unausweichlichen Tod ankündigen, ist sie nicht bereit immer mit Simon Wolfgard oder den anderen Bewohnern zu teilen, um diese zu beschützen. Somit entsteht für die ein Konflikt zwischen Vertrauen und Misstrauen, der für Meg tödlich enden kann.


Mit Megs Aufenthalt im Country Yard der Anderen gibt es viele Charaktere, die mit ihr in Kontakt treten werden. Es wimmelt nur so von 'Arten der Anderen' wie den Sanguinati, den Elementarwesen oder den verschiedenen Gestaltwandlern, welche die verschiedenen Bezirke besiedeln. Dabei entstehen viele Freundschaften und Feindschaften, die Megs Geschichte erst das Leben einhauchen. Ob Simon und Sam Wolfgard, Tess, Jack Crowgard oder Captain Montgomory … die alle wachsen dem Leser unumstößlich ans Herz und erschaffen die einmalige Atmosphäre, die „In Blut geschrieben“ (engl. Written in Red“) nun einmal hat.


Bewertung:

Auch jetzt, als ich „In Blut geschrieben“ nun zum zweiten Mal gelesen habe, zog mich die Handlung in ihren Bann. Die Art und Weise, wie Anne Bishop die Handlung erzählt und die Umgebung beschreibt, ist beeindruckend. Die Räume, und Wege laufen förmlich vor dem inneren Auge ab und unterstützen Megs Geschichte ungemein.

Persönlich fand ich es aber ebenso beeindruckend, dass Bishop mit der Welt der Anderen etwas Neues erschaffen hat und neu Ideen und Möglichkeiten einbringt, sodass die Handlung der Reihe nur sehr schwer vorhersehbar ist. Hinzu kommt, dass die Beziehungen der Charaktere langsam und spannungsgeladen aufbauen. Man fiebert mit den Konflikten und Auseinandersetzungen, die sich nur sehr langsam anbahnen mit und freut sich über jeden Fortschritt, den die Charaktere machen.


Als Gesamtwerk ist „In Blut geschrieben“ wirklich gelungen und eine eindeutige Leseempfehlung Wert und ein Meisterwerk Anne Bishops.

Doch die Ausgabe des Drachenmond Verlages (zumindest die erste Auflage) strotzt nur so vor Zeichenfehlern, falschen und unsinnigen Wörtern und falsch geschriebenen Namen, die es mir persönlich bei dem stolzen Preis von ca. 15 € nicht Wert wäre, sie mir zu kaufen, da eine einfache „Rechtschreibkorrektur“ einige dieser Fehler wahrscheinlich ausgemerzt hätte.


Englische Ausgabe 5/5

10/10  bzw. 5/5 Sterne 

★★★★★★★★★★


Deutsche Ausgabe 4/5

8/10  bzw. 4/5 Sterne

★★★★★★★★☆☆

~ Literature, Coffee, Art

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