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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] The Ivy Years - Was wir verbergen


Erscheinungsdatum: 29. 06. 2018


Autor: Sarina Bowen


Seitenzahl: 316 Seiten


ISBN: 978-3-7363-0787-2


Erhältlich: hier


Klappentext:

Wie lange kannst du ein Geheimnis verbergen, bevor es deine Liebe für immer zerstört?

Direkt bei ihrer ersten Begegnung am Harkness College spüren Scarlet Crowley und Bridger McCaulley die starke Anziehung, die zwischen ihnen herrscht. Jeder Blick, jede flüchtige Berührung lässt ihre Herzen höher schlagen – und es fällt ihnen immer schwerer, einander zu widerstehen. Dabei haben Scarlet und Bridger gute Gründe, sich dem anderen nicht vollkommen zu öffnen. Denn sie verbergen beide ein Geheimnis, das nicht nur ihr bisheriges Leben am College, sondern vor allem auch ihre gemeinsame Zukunft zerstören könnte … (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)


Rezension:

Wenn du weißt, dass dein Leben innerhalb eines Jahres jederzeit wie ein Kartenhaus zusammenfallen könnte und deine Zukunft mit in den Abgrund reißt, wärst du darauf vorbereitet?

Der Roman „ The Ivy Years – Was wir verbergen“ ist der zweite Teil aus Sarina Bowens gleichnamiger „The Ivy Years“ Reihe. Gemeinsam mit dem neuen Band startet auch ein neues Collegejahr für ein neues Protagonistenpaar. Dabei ist dem Leser eine der Hauptfiguren nicht gänzlich unbekannt: Es ist nämlich an der Zeit, dass Hartleys Hockey-Kumpel Bridger seine Geschichte erzählt! Nachdem man bereits im Vorgänger erfahren hatte, dass der Partykönig und Hockeystar im neuen Studienjahr eine Kehrtwende vollziehen muss, so lernt man jetzt endlich die näheren Hintergründe kennen. Diese sind nämlich ein sehr interessantes Spannungsmittel Bowens, da man Bridger in „The Ivy Years – Bevor wir fallen“ zwar kennenlernte, aber jegliche Hintergründe zu dessen Vergangenheit und Gegenwart dem Leser versagt blieben. So stand der Autorin also nichts im Weg, als es darum ging, eine berührende Backstory zu erfinden.

Hinzu kommt mit Scarlett eine völlig neue Figur, die in ihrer Rolle als Protagonistin viele Geheimnisse hat. Selbst als Leser, der die junge Frau ab den ausschlaggebenden Momenten verfolgt, stoßt man anfangs immer wieder auf Rätsel und muss selbst versuchen, sich einen Reim auf ihre Aussagen und inneren Monologe zu bilden.

Die Kombination aus dem emotionalen und dem mysteriösen Part hat also zweifelsohne Potenzial. Doch dieses kommt erst ab der Hälfte wirklich zum Tragen als sich die Nebel langsam lichten und die Spannung den Leser packt. Anfänglich ist die Handlung nämlich stark auf die Beziehung der beiden Hauptfiguren fixiert, sodass man zwischen Turteln und Schmachten leicht in Phasen der „Langeweile“ abdriften kann.

Doch weiter mit etwas mehr Informationen du den Protagonisten:

Ab der ersten Seite ist eines klar „Scarlett Crowley“ hat ein gewaltiges Geheimnis, dass ihr neues Leben am College jederzeit lahmlegen kann. Ihr Vater – ein berühmter Hockerprofi – steht wegen mutmaßlichen Missbrauchs Minderjähriger vor Gericht. Sie versucht jegliche Verbindungen zu ihrer Familie und der damit verbundenen negativen Medianpräsenz, Ausgrenzung und Einbeziehung in das Verfahren zu verschleiern. Dadurch kommt selbstverständlich es bereits beim Bezug der neuen Studentenwohnung zu einer Lüge nach der anderen, welche die junge Frau für die Pläne ihres Vaters angreifbar machen.

Die Entwicklung, die Scarlett dabei durchläuft, ist relativ simpel. Während sie sich anfänglich – wenn auch widerwillig – ihrer Familie beugt, entwickelt sich ein immer größerer Widerstand in der jungen Frau, sodass sie erkennen muss, dass es weitaus größere Geheimnisse in der Vergangenheit ihrer Familie gibt.

Auf diesem Weg lässt Sarina Bowen ihre Protagonistin Entscheidungen treffen, die zwar spannungstechnisch Sinn ergeben, aber auf logischer Ebene manchen Leser einfach nur wütend machen, dass genau der „falsche“ Weg für Personen in solchen Situationen aufgezeigt wird. Ich möchte an dieser Stelle gezielte Beispiele auslassen, um Spoiler zu vermeiden.

Die Situation Bridgers unterscheidet sich nicht all zu stark von Scarletts. Obwohl er sich schon jeher um seine kleine Schwester gekümmert hat, wird dem Collegestudenten mit jedem Jahr bewusster, dass die familiäre Situation zu Hause weiter eskaliert. Es ist also für den jungen Mann keine Überraschung, dass es schließlich zum Eklat kommen musste. Ohne zu zögern, reagiert Bridger, in der Hoffnung, seine Schwester beschützen zu können, doch mit dieser Entscheidung kann ihn seine Zukunft kosten.

Der betont fröhliche Hockeyspieler aus dem ersten Band zeigt hier, dass er eine viel ernstere Seite hat und welche Last er trägt. Um seine Freunde vor den Konsequenzen seines Handelns zu beschützen, bricht er den Kontakt zu ihnen beinahe völlig ab und versucht allein gegen den Rest der Welt anzukommen.

Zweifelsohne ist diese Wandlung unglaublich interessant und zeigt die Stärke des Studenten auf.

Doch auch hier drängt sich das Problem, welches bereits bei Scarletts Handlungsgrundlage auftrat, wieder in den Vordergrund, wenn dieses Mal auch gleich weniger extrem und besser nachvollziehbar. Obwohl es letztendlich eine „logische“ Lösung gibt, wird diese so lang wie möglich umgangen und Probleme entstehen, die manch einen zweifeln lassen, ob diese Figur wirklich den „charakteristischen Ansprüchen und der Weitsicht“ eines Ivy League Studenten, wie man sie als Außenstehender erwartet, entspricht.

Durch Scarletts „Flucht“ und Bridgers „Abkapselung“ ist es wohl kaum verwunderlich, dass sich die Zahl der Freunde/Nebencharaktere stark in Grenzen hält. Als Fan von Corey und Hartley (Band 1) war es eine große Enttäuschung, dass diese beiden zum Beispiel nur sehr wenige Auftritte hatten. Da von den „alten“ Freunden also nicht viel zu erwarten ist, kommen ein paar neue Figuren, wie Scarletts Mitbewohnerinnen „die Katies“ hinzu.

Doch drehe man es, wie es will, die Sympathien, die man für die neuen Figuren entwickeln kann, spalten sich. Durch diese Flaute wird die in der ersten Hälfte auftretende Langeweile nur noch gefördert. Einzig Bridgers kleine Schwester und dessen Zimmernachbar waren ein Licht am Ende des Tunnels und haben die leicht angespannte Atmosphäre aufgelockert.

Bewertung:

Die Geschichte von Bridger und Scarlett ist eine schöne Story für zwischendurch, die besonders im zweiten Teil anfängt, richtig Spaß zu machen. Die anfänglichen Turteleien und Klischees sind dabei nicht für jeden etwas und können den Lesespaß etwas behindern.

Trotz der schmerzlichen Logiklöcher baut sich mit der Zeit eine Spannung auf, die man nach dem holprigen Start beinahe nicht mehr erwartet hat. Fans von Sarina Bowens Büchern werden dennoch sehr viel Spaß mit dem Roman haben und auch ich habe mich gut unterhalten gefühlt – auch wenn Band 2 nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann.


Daher vergebe ich mit einer Tendenz zu 4 Sternen:

7/10 bzw. 3,5/5 Sterne

★★★★★★★☆☆☆

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