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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Maxim - Russian Bodyguards


Erscheinungsdatum: 01.08.2017

Autor: Pia Conti

Seitenzahl: 304 Seiten ISBN: 978-3-7363-0548-9

Erhältlich: hier


Klappentext: 

Seit Kassia ihrer Freundin Lara geholfen hat, sich unrechtmäßig Zutritt zur Pressekonferenz des Immobilienhais Dario Cannavaro zu verschaffen, steht Kassias Leben Kopf, denn Darios persönlicher Sicherheitschef, Maxim Nikolajew, jagt ihr nicht nur Angst ein, sondern auch wohlige Schauer über den Rücken. Der erbarmungslose Russe lässt keine Gelegenheit aus, ihr seine Überlegenheit zu demonstrieren. Damit treibt er Kassia zur Weißglut, doch insgeheim fühlt sie sich von seiner offen gelebten Dominanz angezogen und träumt davon, sich ihm lustvoll zu unterwerfen. Für Maxim hingegen ist die bockige Blondine zunächst nur eine Herausforderung. Er will Kassia für all ihre Respektlosigkeiten büßen lassen, und dafür ist ihm fast jedes Mittel recht. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich ein Wechselspiel aus Abneigung, Bestrafung und Hingabe, das beide an ihre Grenzen treibt ... (Cover, Klappentext by Plaisir d'Amour Verlag)



Rezension:

Er entführt sie in eine fremde Welt und zwingt sie, über ihren eigenen Schatten zu springen...


Mit dem Buch „Maxim“ startet beim Plaisir d'Amour Verlag Pia Contis neue Reihe „Russian Bodyguards“ rund um eine Gruppe russischer Waisenjungen, die ihren Sprung in ein komfortables Leben geschafft haben. Doch alles hat seinen Preis und so sind die jungen Männer nicht ohne zurückbleibende Narben ihrer Vergangenheit entflohen.

Wie der Name bereits sagt, dreht sich im ersten Band alles um den Bodyguard Maxim und die junge Journalistin Kassia, die den dominant veranlagten Russen mit allen Mitteln zur Weißglut treibt und ihn an seine Grenzen bringt. Eins führt schnell zum anderen und Maxim beginnt in der frechen Journalistin eine Herausforderung zusehen, die dringend eine „Züchtigung“ benötigt.

Die Reibereien, die somit zwischen den Charakteren zustande kommen, verleihen der Handlung -besonders in der ersten Hälfte- eine gute Portion Spannung, die durch die eigene Unsicherheit und Verleugnung der Protagonisten nur noch weiter geschürt wird. Doch irgendwann knallt eine Erotik-/BDSM-Szene auf die nächste und alles, worum es noch geht ist Maxims und Kassias körperliche Beziehung. Die Handlung bleibt dementsprechend auf der Strecke zurück und auch der Spannungsbogen leidet beachtlich unter der Situation. Als einziger Lichtblick erscheint Samia, die Ex-Sub von Maxim, die durchaus für interessante Momente im hinteren Teil der Handlung verantwortlich ist und mit ein wenig Drama diesen Romanabschnitt rettet.


Mit der starken und besonders sturen Protagonistin Kassia erschafft die Autorin eine währe Powerfrau, die es sowohl im Berufsleben, als auch privat nicht immer leicht hat und dadurch einen harten Panzer um ihr Herz errichtet hat. Vertrauen zu fassen fällt ihr unglaublich schwer und es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Komponenten ihren Tribut fordern. Sie selbst erkennt langsam, dass sie mit ihrem bisherigen Leben nicht mehr glücklich ist und eine Veränderung braucht. Da ist die Moskau-Einladung ihrer Freundin Lara doch eine willkommene Abwechslung. Pech nur, wenn der arrogante Bodyguard Maxim mit von der Partie ist und über Kassias Reise, wie ein dunkler, verführerisch Schatten thront. Obwohl sie versucht ihm zu widerstehen, gibt die Journalistin -wenn auch nur widerwillig- nach und lässt sich in eine berauschende Welt der Lust und Bestrafung entführen.

Da man Kassia als stolze Persönlichkeit kennenlernt, ist es umso befremdlicher, wie sie sich von Session zu Session weiter „anpasst“ und Maxim zum Teil hörig wird. Obwohl sie weiterhin Widerworte gibt und Maxim gekonnt auf die Palme bringt, fehlt der standhafte Aspekt ihrer Diskussionen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kassia auch nur eine dieser Auseinandersetzungen wirklich gewinnt, geht gegen null lässt es wie eine Rückentwicklung wirken.


Die Zahl der Nebencharaktere hält sich in „Maxim“ stark in Grenzen. Abgesehen von Lara, Dario und Samia gibt es eigentlich keine nennenswerten Figuren, die wirklich Auswirkungen auf die Handlung haben. Selbst von diesen drei Personen erfährt man nur sehr wenig, sodass eine Abwesenheit kaum Auswirkungen auf den Roman hätte.

Desweiteren möchte ich aber auch Maxim selbst mit in diese Sparte „schieben“, da er trotz seiner Kapitel nicht viel von sich preisgibt. Seine -wenn auch nur kurz angerissene- Vergangenheit (auf die ich nicht weiter eingehen möchte, ohne zu spoilern) wirkt sehr interessant und bietet viel Angriffsfläche, die man hätte nutzen können. Doch alles, was man erhält, ist seine selbstsichere und oftmals wütende Art und so gut wie keine einzige Schwäche, die ihm leider zu einem „zu glatt“ konstruierten Charakter machen.


Bewertung:

Der Roman Maxim hat -vor allem zu beginn- seine Stärken. Das „Unbekannte“ und die Spannung zwischen den Protagonisten sind sein Ass. Leider verfällt er mit der Zeit in einen eintönigen Ablauf von Erotikszenen, die jegliche Spannung oder Handlung nahezu völlig verdrängen. Und das liegt beim besten Willen nicht daran, dass es sich, wie bei Plaisir d'Amour üblich, um einen Erotikroman handelt. Es gibt viele Bücher dieses Genres, die sowohl genretypische Eigenschaften, als auch gut ausgebaute Charaktere, Action und eine gute Portion an Spannung zusammenführen können.Vielmehr hat man den Eindruck, dass der Geschichte zu wenige Seiten eingeräumt wurden und „Nebensächlichkeiten“, wie Charakterentwicklung oder Romanwelt ausgespart wurden.


Dadurch erwacht beim Lesen das Gefühl anstatt einen Roman lediglich eine Novelle in der Hand zu haben.

Seine Anforderungen als Erotikroman hat „Maxim“ dennoch gut erfüllt und verdient in seinem Genre durchaus 4 Sterne.


Im allgemeinen Hinblick ist jedoch ein Punktabzug nötig.


6/10  bzw. 3/5 Sterne

★★★★★★☆☆☆☆


Der Roman "Maxim" wurde mir freundlicher Weise vom Plaisir d'Amour Verlag zur Verfügung gestellt. Dioese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung zum Roman.

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