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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Karma Girl


Erscheinungsdatum: 03.04.2017

Autor: Jennifer Estep

Seitenzahl: 400 Seiten

ISBN: 978-3-492-28037-2

Erhältlich: hier

Klappentext: In der Welt von »Bigtime« hat jede Stadt mindestens einen Superhelden. Doch selbst der coolste Held kann nichts gegen die Irrungen und Wirrungen der Liebe ausrichten. Daher sollten sich die Heroen in Jennifer Esteps neuer Reihe besser zweimal überlegen, für wen sie aus dem Spandex schlüpfen: Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer – er ist auch noch der ortsansässige Superheld und ihre beste Freundin dessen Erzfeindin! Nach dieser Demütigung beschließt Carmen, sich zu rächen und befördert die beiden geradewegs in die Schlagzeilen. Von da an ist es ihre Lebensaufgabe, Superhelden zu enttarnen. Als sie jedoch in der Metropole Bigtime die Identität der mysteriösen Fearless Five aufdecken soll, geschieht eine Tragödie. Carmen möchte daraufhin nichts lieber, als mit dem Job aufzuhören, nur leider haben die Superschurken Gefallen an Carmens Arbeit gefunden. Sie zwingen sie, sich an die Fersen des Anführers der Five zu heften. Und der sieht zu allem Überfluss extrem gut aus ... (Cover, Klappentext by Piper Verlag)



Rezension:

Aus Schmerz wird Rache, aus Rache eine Mission und aus dieser Mission ironisches Karma.


Mit dem Roman „Karma Girl“ erreicht Jennifer Esteps Superhelden-Reihe „Big Time“ nun auch Deutschland. In den Big Time Büchern erschafft die Autorin eine Welt, die jedem Marvel Comic Konkurrenz machen kann und sämtliche Superheldenklischees humorvoll und zugleich interessant verpackt. Trockene und ernste Realität ist also fehl am Platz! Sobald man diese Tatsache erfasst und akzeptiert hat, findet man sich schnell in die Geschichte ein und kann eine Menge Spaß mit dem Stil und Carmens Ideen haben. Bemessen daran baut sich aber natürlich auch die Handlung und der Spannungsbogen auf. Die rasante und Superheldenfilm ähnliche Handlung kann trotz aller Klischees mit Überraschungen und besonders mit derartig viel Charme punkten, dass die Seiten durch die Finger fliegen.

Aber nun zum Auslöser dieser Sympathie!


Die Reporterin Carmen Cole hat es sich nach der Trennung von ihrem Verlobten zur Aufgabe gemacht, unwissende Menschen von den Intrigen der Superheroes dieser Welt zu schützen, indem sie die wahre Identität der Superhelden und ihren zugehörigen Erzfeinden aufdeckt. Mit dieser Strategie zieht sie von einer Stadt in die nächste, bis ihre Taten bei der beliebtesten Superheldenvereinigung „Fearless Five“ ihren Tribut zollen und die Gruppe auseinandergerissen wird. Carmen verfolgen von da an Schuldgefühle und der Hass der Menschen, doch als wäre all das nicht genug, nutzen die Erzfeinde der 'F5' diesen Moment der Schwäche aus, um die Fähigkeiten der jungen Frau sich selbst zunutze zu machen. Schneller als Carmen je erwartete, ist sie nun auf die Unterstützung der Fearless Five angewiesen... doch werden sie ihr wirklich helfen oder ist sie zu weit gegangen?

Es ist schon witzig, wie ein derart klischeelastiger Roman – wie „Karma Girl“ - ausgerechnet Carmen zur Protagonistin hat, die Superhelden verachtet und die typischen „glücklichen Zufälle“ dieses Genres gedanklich immer wieder erwähnt. Doch so stark ihr Kampfgeist und die Verachtung gegenüber den Helden mittels dieses Tricks auch erscheinen mag, ihr Hass auf die „Terrible Trinity“, die ihr Leben bedrohen, ist größer. Es steht also für die Reporterin außer Frage, die Bösewichte zu entlarven. Dabei entwickelt sie neue und überraschende Wesenszüge, die ihr in gewisser Art und Weise auch eine Superheldin machen. Diese Entwicklung fühlt sich während des Lesens aber nicht „aufdringlich bzw. offensichtlich“ an, sondern geht eher langsam vonstatten, sodass es sich ganz natürlich ließt und Carmen zu einer tollen und menschlichen Protagonistin macht.


Neben Carmen liegt aber ein weiteres großes Augenmerk auf den Fearless Five und den Terrible Trinity. Die Mitglieder der Superhelden-/ -schurkenvereinigung nehmen großen positiven bzw. negativen Einfluss auf Carmens Leben und bilden dabei zugleich eigene starke Persönlichkeiten aus. Besonders die F5 sind durch ihre unterschiedlichen Charaktere und Persönlichkeiten eine angenehme und willkommene Abwechslung zu Carmens Rachefeldzug, da sie mit ganz eigenen Problemen und Sorgen kämpfen. Besonders Striker hat es dabei mit seinem klischeehaften und zugleich charmanten Charakter– welch Wunder - auf meine Favoritenliste geschafft. Doch auch Tornado, über den man nur wenig erfährt, schien mir sehr vielversprechend, weshalb es toll wäre, rückblickend in den nächsten Büchern noch etwas über ihn zu erfahren.


Bewertung:

Jennifer Esteps Roman „Karma Girl“ zielt eindeutig nicht auf eine todernste und reale Umgebung und Handlung ab, sondern ist viel mehr mit einem guten und teils sarkastischen Comic in Satzform zu vergleichen. Immer wieder stellt die Autorin typische Actionfilm- und Comicklischees mittels Gedanken und Sprüchen der Protagonistin überspitzt und zugleich angenehm unterhaltsam dar, sodass man einfach weiter lesen muss.

Natürlich ist damit die Identität der Schurken durch den klassischen Superheldenfilm-Aufbau schnell klar und der Ausgang der Handlung relativ gewiss … doch diese „Kleinigkeiten“ erscheinen in „Karma Girl“ nebensächlich, sobald man von den Charakteren eingenommen und das Hauptaugenmerk auf die Erzählung selbst gelegt wurde.


Ich freue mich schon Teil 2 „Hot Mama“ bald zu lesen!


10/10  bzw. 5/5 Sterne 

★★★★★★★★★★

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