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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Hold Me Closely


Erscheinungsdatum: 09.05.2018


Autor: Louisa Beele


Seitenzahl: 482 Seiten


ASIN:  B07CXMGVRQ

Erhältlich: hier


Klappentext:

Ben

Mein Leben ist perfekt. Was ich will, bekomme ich, es gibt keine Überraschungen und keine Hindernisse, weil ich selbst die Fäden in der Hand halte. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich mich nicht immer legaler Methoden bedient, doch letztendlich zählt nur das Resultat. Warum zur Hölle bin ich dann bloß auf das Angebot dieses Mädchens eingegangen? Wieso habe ich nicht auf meinen untrüglichen Instinkt gehört, als er mich warnte, dass die Begegnung mit ihr nicht ohne Folgen bleiben würde?

Camila

Nach Aufregung habe ich nie gesucht. Ich wollte ein ganz normales Leben und das Studium, von dem ich seit Langem träume. Wie schnell sich alles ändern kann, bekam ich hautnah zu spüren, und wenn mir nicht bald etwas einfällt, bin ich finanziell am Ende. Es schien eine gute Idee zu sein, mich mit meinen Problemen an ihn zu wenden – einen Millionär, der sie vermutlich ganz nebenbei lösen kann. Doch jetzt frage ich mich, was mich dazu getrieben hat, ihm einen solchen Vorschlag zu unterbreiten. Seine ganze Ausstrahlung, jeder Blick und jede Bewegung schreit: Gefahr! Aber er war meine einzige Chance, mich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Dachte ich. Bis alles noch schlimmer wurde.


Rezension:

Wenn Bananenpancakes ein Leben verändern …

Mit ihrem Roman „Hold Me Closely“ ist der dritte und leider auch letzte Teil von Louisa Beeles „Touch of Darkness“-Reihe nun endlich erschienen. Während die beiden Vorgänger sich mit den Geschichten von Drake und Alex befasst haben, bekommt nun der Dritte im Bunde – Ben – seinen großen Auftritt.

Obwohl ich persönlich noch nicht die Zeit gefunden habe, Teil eins und zwei der Reihe zu lesen, so findet man unglaublich schnell in die Geschichte hinein. Die Verbindungen und Ereignisse der Vorgänger werden nur kurz bzw. oberflächlich und zugleich aber auch sehr verständlich angerissen, sodass man an keinem Punkt der Handlung das Gefühl hat, als würde etwas fehlen. Dieser Umstand unterstützt natürlich, dass man die an manchen Stellen sehr raue und etwas brutalere Handlung aufsaugt wie ein Schwamm und sich mühelos in der Geschichte verlieren kann. Beeles humorvoller und an den passenden Stellen ernster Stil erschafft eine interessante Mischung, die „Hold Me Closely“ schließlich abrundet und den Roman zu einem Pageturner macht.

Wenn man sich die Cover und Klappentexte der drei Bücher „Touch of Darkness“ ansieht, so gibt es keinen Zweifel, dass man es bei den drei Freunden Ben, Alex und Drake nicht mit den typischen Sunnyboys zu tun hat. Nein sie sind gnadenlos und jederzeit bereit für ihre Ziele zu töten.

Für die Kellnerin Camila ist der mysteriöse Anzugträger Ben, der beinahe täglich in ihrem Café seiner Arbeit nachgeht, ein willkommener Gast. Es ist nicht zu übersehen und anhand der vielen Telefonate, die er führt, auch nicht zu überhören, dass er beachtliche Einflüsse in der Finanzwelt zu haben scheint. Ein Umstand, vor dem sich Camila mit ihrem endlos wirkenden Schuldenberg kaum verschließen kann. Die Belastung wird für die junge Frau nämlich immer größer, sodass ihr bald nur noch ein einziger Ausweg offen bleibt – sie muss ihr weniges Einkommen gewinnbringend investieren. Obwohl es viel Überwindung gekostet hat, bittet sie ihren Stammgast also um Hilfe – verzweifelt genug, alles zu geben, um ihre Zukunft zu retten.

Eine junge und unbedarfte Studentin, die gegen ihre Schulden ankämpft, um eines Tages ihr Studium beenden zu können. Das ist der erste Eindruck, den Camila dem Leser ohne Zweifel vermittelt. Sehr nobel, oder? Doch was so harmlos beginnt, ändert sich schnell in großen Mut und noch größere Verzweiflung. Bereits in den ersten Kapiteln merkt man, dass die Protagonistin ihre scheue Fassade Stein um Stein abzulegen beginnt und mit – wenn auch zweifelhaften – Mut jeden in ihrer Umgebung einnimmt. Ihr Kampfgeist ist ungebrochen und sie versucht alles, um Bens Hilfe zu erhalten. Dadurch wird sie in vielen Gesichtspunkten zu einer schwer vorhersehbaren Persönlichkeit, die nicht davor zurückschreckt, ihre Krallen auszufahren. Zugleich entwickelt sich eine große innere Verletzlichkeit, zu der Ben den Schlüssel ist. Während der Handlung durchlebt Camila also viele neue Wesenszüge, deren Entstehung man so wahrscheinlich nicht erwartet hätte. Es offenbart sich für den Leser die Möglichkeit gemeinsam mit Camila zu leiden und zu kämpfen – ihre Handlungen durch ihre Augen zu erleben.

Oh Ben … Camilas geheimnisvoller Stammgast wirkt nicht nur auf die Protagonistin eine starke Faszination aus. Nein. Allein der Prolog, der einige schreckliche Ereignisse aus Bens Leben enthüllt, beweist dies. Immer wieder erfährt der Leser durch Erinnerungsstücke und kryptische Aussagen des Protagonisten etwas mehr zur Geschichte des Geschäftsmannes … selbst verrät er nur sehr wenig über sich. Dadurch kommt es zu einer interessanten Balance, die viele Überraschungen mit sich bringt. Denn eigentlich hat Ben alles, was er je haben wollte. Bis er plötzlich etwas will, von dessen Existenz er nicht einmal etwas ahnte. Innerhalb weniger Wochen wird sein Leben durch dieses Verlangen auf den Kopf gestellt und seine Machenschaften als der berechnende Freund und Kollege Drakes holen ihn langsam ein.

Was kann ich euch über einen Protagonisten erzählen, der von seinen Geheimnissen lebt? Über seinen Charakter auf jeden Fall überraschend viel! Denn wer hätte es gedacht, der kühle, kalkulierende Geschäftsmann wird überraschend ungehalten, wenn er sich verletzt oder hintergangen fühlt, und kann im wahrsten Sinne des Wortes beeindruckend gut „Austeilen“. Das leidenschaftliche Verhalten, das er während seiner Arbeit mit Camila entdeckt, bringt den jungen Mann in tiefe Abgründe seiner Vergangenheit, die er eigentlich hinter sich gelassen haben wollte. Seine Erfahrungen und festgefahrenen Charakterzüge kollidieren im Verlauf der Handlung mit seinen persönlichen Wünschen, sodass sich der Protagonist innerhalb eines Wimpernschlages in einem sehr unterhaltsamen und zugleich bedrückenden inneren Konflikt wiederfindet, der unweigerlich dafür sorgt, dass einige Menschen sterben und der Leser Ben endgültig verfällt.

Wie bereits erwähnt, habe ich „Kill Me Softly“ und „Touch Me Deeply“ nicht gelesen. Daher fand ich es als sehr angenehm, dass die vorangegangenen Protagonisten zwar kurze Auftritte hatten, aber den Roman nur kaum merklich beeinflusst haben. Dadurch konnte man sich gut auf die Handlung einlassen und die vielen Eindrücke und wenigen Nebencharaktere wahrnehmen. Dass die Nebencharaktere abgesehen von Camilas Mitbewohnerin und ihren Arbeitskollegen quasi nicht vertreten waren, fällt dabei kaum auf. Die ca. 350 Seiten sind nämlich vollgepackt mit Informationen und Ereignissen, dass alles Weitere die Geschichte vermutlich überfüllt hatte. Zugleich gelingt es den wenigen Nebencharakteren also überraschend gut, wichtige Informationen einzubringen, die Protagonisten mit einem liebevollen Tritt in den Hintern auf den richtigen Weg zu bringen und zusätzlich eine ausgeglichene Atmosphäre zu erschaffen.

Bewertung:

Was soll ich sagen? Als aller erstes: Dieses Cover! Ich glaube, da hat niemand mehr ein Problem, sich Ben vorzustellen, oder? Ich persönlich bin ja beim besten Willen kein Fan von den beißenden Pärchen, (halb-)nackten Protagonisten oder völlig überladenen Covern, die nun leider einmal viele Romane schmücken, sobald der Inhalt auch nur ansatzweise in Richtung (Dark-)Romance driftet. Deswegen ein ganz großer Pluspunkt für das stilvolle Design! Aber genug von den Äußerlichkeiten, es kommt schließlich auf das Innere an ;) „Hold Me Closely“ hat mit seinen interessanten Charakterentwicklungen sowie weitestgehend klischeefreien Wendungen eine interessante Handlung geschaffen, die den Leser zweifelsohne unterhalten. Mein persönliches ganz großes Highlight war dabei der unglaublich geniale Epilog, für den ich Beele am liebsten die knuddeln würde ^^

Kurzum: Ohne zu übertreiben, „Hold Me Closely“ ist mein Monatshighlight, weshalb ich „Kill Me Softly“ und „Touch Me Deeply“ ganz weit vorn auf meine Wunschliste schreiben werde.


10/10 bzw. 5/5 Sterne

★★★★★★★★★★


PS Ein großes DANKESCHÖN an die Autorin Louisa Beele, die mir ein ebook ihres Romans zur Verfügung gestellt hat. Dennoch hat diese Geste keinen Einfluss auf meine hier veröffentlichte Meinung zum Buch

~ Literature, Coffee, Art

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