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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Hearts of Blue - Gefangen von dir


Erscheinungsdatum: 04.01.2018

Autor: L. H. Cosway

Seitenzahl: 434 Seiten ISBN: 978-3-7363-0748-3

Erhältlich: hier


Klappentext: Er nimmt sich alles, was er haben will - doch sie hat sein Herz gestohlen

Lee Cross ist ein Dieb. Seitdem er denken kann, bewegt er sich auf der dunklen Seite des Gesetzes, und mit 25 Jahren steckt er inzwischen viel zu tief drin, als dass er noch damit aufhören könnte. Doch dann begegnet er Karla Sheehan. Er und die junge Polizistin könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sie auf der Karriereleiter ganz nach oben kommen will und Verbrecher jagt, verkörpert Lee alles, wovon sie sich fernhalten sollte. Doch je mehr er versucht, der schönen Gesetzeshüterin aus dem Weg zu gehen, desto deutlicher spürt er, dass sie längst sein Herz gestohlen hat ... (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)



Der Cop und der Verbrecher … einer Kombination, die so nicht funktionieren soll...

Bei dem Roman „Hearts of Blue – gefangen von dir“ von der Autorin L.H. Cosway handelt es sich um den 4. Band der Hearts Reihe. Ich selbst habe die Vorgänger nicht gelesen und konnte auch keinerlei bzw. kaum Anspielungen auf diese finden, weshalb die einzelnen Romane vermutlich ineinander abschlossen sind.


Cosways Schreibstil ist die meiste Zeit über recht flüssig und schnell zu lesen, während sie versucht aus der Sicht der Protagonistin Karla deren Alltag und Probleme mit dem charmanten Verbrecher Lee Cross dem Leser schmackhaft zu machen. An für sich ist da kein Problem und bietet viel interessante und witzige Möglichkeiten, in welche die Handlung abdriften könnte … doch nein … Cosway bleibt bei den Klischees, wodurch ein ewiges Hin und Her zustande kommt und ein potenzieller Spannungsbogen kaum den Hauch einer Chance erhält, sich aufzubauen.


Die Polizistin Karla Sheehan hat es in ihrem Beruf nicht leicht. Abgesehen davon, dass es auf dem Revier teilweise nur so von Sexisten wimmelt, ihr Ex dort arbeitet, ihre Vorgesetzte DJ Jennings sie aus unersichtlichen Grund schikaniert und ihr Vater, der ebenfalls Polizist ist, ihre Berufswahl bei jeder Gelegenheit schlecht macht, trifft sie in letzter Zeit immer häufiger auf die bekannte Cross Familie. Karla erwartet in dieser Familie rücksichtslose Verbrecher und trifft jedoch auf liebevolle Menschen, die sich durch ihr Schicksal nicht aus der Szene befreien können bzw. wollen. Gegen jegliche Warnungen und Logik baut sie von daher langsam eine Verbindung zu den Cross Brüdern und insbesondere Lee Cross auf. Doch der Konflikt mit ihrem Job ist unvermeidlich, sodass Karla bald gezwungen ist, eine Entscheidung zu treffen, die sie zum einen nicht treffen will und zum anderen vermutlich auch nicht treffen kann.


So macht die junge Frau einen Konflikt zwischen ihren Pflichten und ihren Gefühlen durch, welcher von der Gefahr, in der sie durch ihre Beziehung zur Cross Familie schwebt, begleitet wird. Sie versucht immer wieder Lee den Weg in die richtige Richtung zu weißen und stößt auf taube Ohren, während ihr Ansehen unter den anderen Brüdern immer weiter sinkt. Doch nicht nur das, ob ungewollt oder beabsichtigt wird sie zu einem Informationsleck der Londoner Polizei, was Karla wiederum zweifeln lässt, wie gut die Cross' wirklich sind.


Abgesehen von Karla selbst haben die Cross Brüder – die so viele sind, dass man teilweise etwas durcheinander kommt – eine wichtige Rolle im Roman. Sie sind einerseits mit Lee in Form von Freund und Liebhaber ein positiver Aspekt in Karlas Leben, andererseits ein potenzieller Gefahrenpool, der sie jederzeit auffliegen lassen könnte und bei dem die junge Frau auf taube Ohren trifft (z.B. Stu). Ebenso interessant ist aber auf DJ Jennings, die im Verlauf der Handlung neue Seiten entwickelt und damit sowohl Leser als auch Protagonistin überrascht. Gegenüber Karlas Familie ist es schwer, keinen Hass zu empfinden, wenn man nach und nach über die Probleme der scheinbar perfekten Familie stößt. Diese Konflikt Parteien – allen voran Jennings, der Vater und etwas abgeschlagen auch Lee sind es, welche die instabile Handlung am Leben erhalten haben und hier und da mit Überraschungen aufwarten konnten.


Bewertung:

Man merkt es meiner bisherigen Rezension wahrscheinlich an: Hearts of Blue konnte mich nicht überzeugen.

Die Handlung bietet so viel ungenutztes Potenzial, dass man von den Klischees beinahe erschlagen wurde. Ich habe mich anfangs noch wirklich auf den Roman gefreut und gehofft, ich würde mit einem guten Buch ins Jahr starten …. doch im Endeffekt musste ich mich zwingen weiter zu lesen.


Und dabei bin ich die Letzte, die etwas gegen Klischees hat, solange sie sich im Rahmen halten und das Zusammenspiel von Handlung und Charakteren überzeugen kann. Leider war genau das nicht der Fall. Ich wurde mit Karla einfach nicht warm und auch Lee war mehr als mangelhaft aufgebaut … doch das Schlimmste an der ganzen Konstellation war dieses ewige Hin und Her mit einem Hauch von „ich darf mich nicht in ihn verlieben … aber ich liebe ihn so sehr“. Das hat dann wirklich alles zerstört, da es sich durch den gesamten Roman gezogen hat und ich einfach nur langweilte.


Ein Lichtblick waren hingegen die anderen Charaktere wie DJ Jennings oder Lees Brüder, die nicht von der rosa Brille beeinflusst waren und somit auch Bereitschaft zeigten, Konflikte auszulösen. Sie und Cosways Schreibstil werten meinen Gesamteindruck noch einmal auf:


4/10  bzw. 2/5 Sterne

★★★★☆☆☆☆☆☆


PS Bei diesem Roman handelt es sich um ein vom "Lyx Verlag" und "Vorablesen.de bereitgestelltes Rezensionsexemplar. Ich bedanke mich recht herzlich für die daraus resultierende Unterstützung meiner Arbeit auf diesem Blog. Dennoch hat dieser Umstand keinerlei Einfluss auf meine Meinung und Bewertung des Werkes.

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