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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Real Talk] Frankfurter Buchmesse 2017


Das ist übrigens meine Mitbewohnerin, die mich begleitet hat :)

Auch ich habe - wie viele andere Buchblogger, Bookstagramer und Booktuber - die Messe in diesem Jahr besucht und einigen Events und Einladungen am Freitag und Samstag beigewohnt.

Die Buchmesse war für mich eine wunderbare Gelegenheit viele neue Verlage zu entdecken, bei interessanten Gesprächen und Diskussionen neue Kontakt zu knüpfen, Autoren kennenzulernen und einige von euch persönlich zu treffen.


Es war mir eine besondere Freude, Verlage wie Manticore, Plaisir d'Amour, Dyras oder Papierverzierer kennenzulernen beziehungsweise wiederzuentdecken, da ich manche von ihnen über die Monate/Jahre (aus der Zeit vor meinem Blog) einfach aus den Augen verloren habe. Die teils sehr informativen und manchmal auch höchst humorvollen Unterhaltungen, die dadurch zustande kamen, behalte ich somit gern in Erinnerung und hoffe für Leipzig 2018 auf eine Wiederholung ;)



Wie bereits erwähnt habe ich auch viele Autoren wie April Dawson, die ich bereits von Wattpad kenne, Jaqueline Greven, Robert Corvus oder Benne Schröder getroffen. Und ganz ehrlich: ich bin so froh, dass es sich bei ihnen um die "kleineren" der Messe handelte. Man hatte hier die Gelegenheit mit ihnen zu reden, Fotos zu machen und Autogramme abzustauben, was bei den "größeren" Vertretern schon fast unmöglich bzw. eine Zumutung war.

Ein gutes Beispiel dafür ist Jennifer L. Armentrouts Signierstunde bei Haper Collins, wo ich doch wirklich anfangs hingehen wollte ... :O

Eine halbe Stunde vor Beginn standen die Fans schon einmal um die riesigen Messestände von Bastei Lübbe und Haper Collins herum und kein Ende war in Sicht. Letztendlich mussten die Mitarbeiter sogar die Schlange "sperren" da einfach zu viele Menschen kamen und die Gänge und Stände blockierten.... Es ist hoffentlich logisch, dass ich mich geweigert habe 2 Stunden plus anzustehen xD


... Doch es geht leider noch extremer, wenn man von der Signierstunde von Cassandra Claire auf der Agora gehört hat. Bei diesen "Weltstars der Literaturbranche" war wirklich die Hölle los. Fan-Schlangen standen über den riesigen Innenhof des Messegeländes und standen sich die Beine in den Bauch, haben gedrängelt und viele kamen im Endeffekt trotzdem nicht dran. Selbst als Auenstehende hatte ich wirklich Mitgefühl mit den Autogramlosen.

Muss ich übrigens erwähnen, dass manche dieser Fans komplett hysterisch/fanatisch waren?... Nein?..Ja?... Ich gebe euch am besten noch mein Lieblingsbeispiel diesbezüglich zum Besten, über das ich im Nachhinein einfach nur den Kopf schütteln kann.

Es war einmal.. ach lassen wir das..

Erinnert ihr euch noch, wie ich vielleicht zehn Zeilen zuvor Jennifer L. Armentrout erwähnt habe? Perfekt! Da ich mich geweigert habe mir diese Warterei anzutun (das würde ich NUR für ein Treffen mit G. A. Aiken in Betracht ziehen) und sowieso schon einmal bei Haper Collins stand, habe ich mich auf die Suche nach Flyern, Angeboten und dergleichen gemacht, was bei einem zugestellten Stand nicht so ganz einfach ist. Ich frage also eine Gruppe Mädchen in der Schlange, ob neben ihnen am Stand irgendeine Art von Werbematerial zu finden ist, quatsche ein bisschen mit ihnen und spreche die nächstbeste Verlagsangestellte an, ob sie mir Werbematerial geben kann, und frage alternativ, wann dieser ganze Fanhype denn nachlassen könnte. Zu meinem Leidwesen war diese Dame auch mit für die Signierstunde verantwortlich weshalb mitten im Gespräch ein hysterischer britischer (?) Fangirlvater, der welche Schlüsse auch immer gezogen hat, beginnt mich und mein Gegenüber anzuschnauzen, zu titulieren und als Drängler, ... zu beschimpfen ^^

Es ist wirklich traurig, wie unzivilisiert, verrückt und respektlos sich diese sogenannten Fans benehmen :(, dass ich, wie gesagt, im Nachgang darüber nur spötteln kann...


Das war aber nur meine persönliche Erfahrung; und ich kann mir vorstellen, dass noch einiges Interessanteres bei den vielen Signierstunden und Wartezeiten passiert ist.

Worauf ich jedoch hinaus möchte, ist, dass in Frankfurt sowohl seitens einiger Verlage, als auch der Veranstalter selbst einiges schief gelaufen ist.

Ich meine ist es nicht irgendwie selbstverständlich, dass zur größten Buchmesse der Welt, die auch noch mitten in Europa stattfindet, ein enormer Fanauflauf zu erwarten ist, wenn internationale Bestsellerautoren Signierstunden geben? Besonders bei Cassandra Claire war doch klar, dass hunderte Menschen ein Autogram haben möchten und es viele dreiste Menschen gibt, die sich vordrängeln (erst recht, wenn sie sich sonst am Ende der Agora anstellen müssten)?

Diesbezüglich habe ich wirklich mehr Organisation erwartet.


Aber hey! Da ich nicht zu diesen gigantischen Autogrammstunden war, hatte ich genug Zeit, um mich mit einigen Bookstagrammern zu treffen! (Ich war übrigens auch kurz beim Bookstagram Treffen...aber wen soll ich da schon kennen?) Es hat mich besonders gefreut die Ina von cozy days coffee books und Kim von howlingpages persönlich kennenzulernen, auch wenn mir bei Kim etwas die Zeit gefehlt hat, da ich zur Happy Hour von Randomhouse eingeladen war ^-^


Und hier kommt die grandiose Überleitung! Ich war bei der Happy Hour "just a little bit longer" von Randomhouse! Auch dort habe ich viele interessante Blogger getroffen, Autoren aus Leipzig wiedergesehen, und ich wurde spontan für ein Messe-Survival-Video interviewt!



Sollte ich das entsprechende Video finden und mich nicht ganz zum Affen gemacht haben :D, werde ich es hier noch nachträglich verlinken






Doch zum Schluss noch einmal zu einem ernsteren Thema. Viele von euch werden bereits mitbekommen haben, dass es auf der Messe auch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten Gruppen gab. Ich selbst habe zum Glück nur am Rande etwas davon mitbekommen. Doch auf meinem Weg durch die Hallen sah auch ich die "wenigen" rechtsextremen Verlage. Und das, wofür diese Verlage stehen, kann ich beim besten Willen nicht gut heißen und bin "pikiert", dass die Messe sich mit Meinungsfreiheit herausredet.


Als wir am Samstag auf der Rückfahrt folgende Pressemitteilung in unseren Mails gefunden haben, war natürlich unser erster Gedanke, dass sie eine solide Meinung mit dem Motto "Gewalt ist keine Lösung" vertreten.

Statement zu den Vorfällen auf der Frankfurter Buchmesse „Die Frankfurter Buchmesse lebt von der Vielfalt der Meinungen und ist ein Ort des freien Dialogs. Das ist die unveränderliche Haltung der Frankfurter Buchmesse und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Während der letzten Tage gab es auf der Frankfurter Buchmesse gezielte Provokationen, Sachbeschädigungen und tätliche Übergriffe zwischen linken und rechten Gruppierungen. Bei Veranstaltungen von Verlagen der Neuen Rechten kam es zu Handgreiflichkeiten, die von der Polizei aufgelöst wurden. Wir verurteilen jede Form der Gewalt. Sie verhindert den Austausch von politischen Positionen. Wir werden sie als Mittel der Auseinandersetzung nicht zulassen.“ 
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

                Quelle: Frankfurter Buchmesse


Doch liest man noch einmal nach, so wird deutlich, dass auf den Auslöser dieser Auseinandersetzungen kaum eingegangen wird. Sicherlich steht auch diesen "Vertretern" der rechtsextremen Meinung das Recht zu diese kundzutun, jedoch vertreten sie zugleich auch ihre persönlichen Ansichten, die in den wenigsten Fällen liebreizend gegenüber den "Betroffenen" Hetzopfern sind. Es ist meiner Meinung nach, daher schon beinahe lächerlich, dass ein einer internationalen Veranstaltung den Rechten eine derart große Angriffsfläche zugesprochen wird.

In Kombination mit den resultierenden Verwüstungen kann ich daher partout nicht verstehen, dass es keine klare und weniger feige Meinung der Messeveranstalter gibt. (...und nein, der Satz "Wir heißen diese Meinung nicht gut, aber ..." , wie man ihn in ähnlicher Form auf der Messwebsite finden kann, ist keine klare Positionierung!...)


So nachdem ich meine Meinung dazu endlich los geworden bin, und damit auch etwas Dampf abgelassen habe, möchte ich noch kurz einen abschließenden Satz zum Besten geben.


Die zwei Tage, die ich auf der Frankfurter Buchmesse verbracht habe, brachten viele gute und leider auch einige schlechte Dinge mit sich. Dennoch war es mir eine große Freude, die vielen netten Menschen kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln. Ich hoffe, man sieht sich 2018 auf der Leipziger Buchmesse oder spätestens im Herbst in Frankfurt wieder, nur dieses Mal ohne Fremdenhass, Prügeleien und schlecht organisierten Events!

~ Literature, Coffee, Art

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