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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Die Hexe von Maine


Erscheinungsdatum: 18.09.2017

Autor: Natalie Winter

Seitenzahl: 286 Seiten

ISBN: 978-3-940855-73-2

Erhältlich: hier

Klappentext: Julie Mireau glaubt nicht an Magie. Doch als sie eine Esoterikbuchhandlung in Maine mit treuem Kundenstamm erbt, ahnt sie bald, dass mehr Dinge zwischen Himmel und Erde existieren, als wissenschaftlich erforscht sind. Welche Kräfte ihr Schicksal tatsächlich beherrschen, begreift sie erst, als es beinahe zu spät ist.

Madoc Blair will nur eines: in Ruhe seinen Job als Polizist in der Einheit der „Shifter Cops“ erledigen. Als er in das kleine Nest an der Küste Maines gerufen wird, um einen gewaltsamen Todesfall zu untersuchen, wird ihm schnell klar, dass dies kein Routinefall ist. Jemand hat ein magisches Feuer entfacht, das ihn und seine besonderen Talente vor eine tödliche Herausforderung stellt. (Cover, Klappentext by Dryas)



Rezension:

Morde, Magie und ein Vermächtnis, dem sie nicht entrinnen kann...


Mit ihrem Roman „Die Hexe von Maine“ startet Autorin Natalie Winter ihre neue Reihe „Shifter Cops“, die mit einigen Überraschungen aufzuwarten hat. Anders als der Klappentext und das Cover manch einen vermuten lassen, geht es in diesem Buch weniger um eine mögliche Beziehung zwischen den Protagonisten, sondern vielmehr um rätselhafte Verbrechen, die eindeutig magische Unterstützung erhalten haben. Ein Merkmal, was im Crime-Genre nicht besser gewählt sein kann. Die Grenzen von Magie liegen allein bei der Vorstellungskraft des Autors und der Leser; wodurch man immer wieder von neuen Möglichkeiten überrascht wird und gedanklich selbst unzählige mögliche Handlungsfäden zusammen spinnt. Dies ist es auch, was „Die Hexe von Maine“ während des Lesens so interessant gemacht hat, wenn man bedenkt, dass (wie für mich leider typisch) der Mörder nach wenigen Seiten identifiziert war. Durch dieses Wissen schwankte die Handlung immer wieder zwischen überraschenden Wendungen und offensichtlichen Ereignissen. Abgefangen wird dieses Auf und Ab jedoch von den Charakteren, die sich nicht so einfach in die Karten schauen lassen.


Als Julie Mireau durch die schwere Krankheit ihrer Tante in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ahnt sie nicht, dass sie von dort nicht mehr so schnell wieder verschwinden kann. Gebunden an das Zauberartikel-Geschäft ihrer Tante versucht sie das Beste aus ihrer Situation zu machen und sich ein normales Leben aufzubauen. Doch der Ansässige Hexenzirkel drängt sie das Vermächtnis der Mireau Hexen anzunehmen und dem Zirkel beizutreten – Julie bleibt dabei trotz aller Versuche standhaft und weigert sich den Weg der Magie zu gehen. Schneller als sie erwartet hätte gerät diese Entscheidung schließlich ins Wanken, als die ortsansässigen Hexen auf mysteriöse Art sterben und die junge Frau ins Visier der Beteiligten fällt.

Deutlicher hätte die Autorin Julies Abneigung gegen Magie und die „Aufgabe ihrer Familie“ wahrscheinlich nicht machen können. Von Beginn an ist klar, wie wenig die junge Frau doch über das Handwerk der Magie weiß und wie viele Ratschläge sie sich daher von Dritten einholen muss. Die perfekte Gelegenheit, um sowohl Protagonistin als auch Leser mit falschen oder wagen Informationen zu füttern und fragwürdige Fährten zu legen. Die daraus resultierende Unsicherheit und die Selbstzweifel, die Julie damit befallen, machen sie zu einer sehr realistischen und nahbaren Figur, die sie in keinem Moment des Romans als beneidenswerte, allwissende Romanheldin etablieren. Auch ihre Ängste, die sie später zu drastischen Mitteln greifen lassen, sind wirklich sehr gut nachvollziehbar und unterstützen die Charaktertiefe nur weiter.


Bezüglich der Nebencharaktere muss ganz klar erneut gesagt werden, dass diese sich nicht so einfach durchschauen lassen und somit viele Fragen offen lassen. Ob nun ein gewisser Polizist, Mithexen oder einfache Randfiguren … durch die wenigen Informationshäppchen, die man erhält, ergibt vieles erst im Nachhinein Sinn und lässt die Nebencharaktere rückblickend sehr stumpf und einfach erscheinen. Zwar hat dieses Merkmal die „Kriminalgeschichte“ unterstützt, doch ein … vielleicht zwei Charaktere, über die man etwas mehr erfährt, hätten der Handlung und der Atmosphäre nicht geschadet.


Bewertung:

Besonders an Natalie Winters Roman „Die Hexe von Maine“ ist eindeutig der paranormale Part der Handlung, der eigentlich alles möglich macht. Dieser entschädigt besonders mich – die es mal wieder nicht lassen konnte und nach wenigen Seiten wusste, wer der Mörder war – da nach der Aufdeckung dieses „Geheimnisses“ die Spannung sich nicht so ganz aufbauen wollte, wie sie vermutlich sollte.


Dies ist jedoch ein Manko mit dem ich gelernt habe umzugehen. Schade fand ich es vielmehr, dass in der Idee und den Charakteren noch sehr viel mehr Potenzial steckt, welches nicht komplett genutzt wurde; viele Fragen, die Natalie Winter hat aufkommen lassen, haben sich im Sand verlaufen, obwohl sie sehr interessant erschienen.

Im Gegensatz dazu waren natürlich mein persönliches Highlight die Gestaltwandler, die im zweiten Teil der Reihe gern noch ein wenig mehr mitmischen dürfen :) Ich freue mich schon!


8/10  bzw. 4/5 Sterne

★★★★★★★★☆☆

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