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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Der Herr von Winterfell (Hörbuch)


Erscheinungsdatum: 20.09.2016


Autor: George R. R. Martin


Dauer: ca. 19h 31 min 


ISBN: 978-3-8371-3568-8


Erhältlich: hier


Klappentext:

DER WINTER NAHT Der erste Teil der größten Fantasy-Saga unserer Zeit!

Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler. Eddard sieht sich von mächtigen Feinden umzingelt, während seine vielköpfige Familie in alle Winde verstreut wird. Die Zukunft des Reiches steht auf dem Spiel ...

In der alten Übersetzung von Jörn Ingwersen. Facettenreich gelesen von Reinhard Kuhnert.(Cover, Klappentext by Randomhouse Audio)



Rezension:

(Ich versuche mein Bestes, um euch so wenig wie möglich zu spoilern und dennoch einen kleinen Anhaltspunkt zu den Büchern zu geben. Daher werde ich mich bei den Charakteren lediglich auf die Situation der Starks zu beginn des ersten Buches beziehen)


Der Winter naht und dunkle Dinge werden ihn begleiten....


Spätestens seit dem enormen Erfolg der HBO Serie „Game of Thrones“ haben auch in Deutschland George R. R. Martins Bücher rund um das Spiel der Throne ihre Fangemeinde gefunden. Die ersten fünf der insgesamt sieben angekündigten Bücher von „Das Lied von Eis und Feuer“ wurden bereits in Form von 10 Bänden ins Deutsche übersetzt, weshalb nun auf die Fortsetzung gewartet werden muss.


Doch was nun? Um die Zeit etwas zu verkürzen und die enorme Weite der Handlung im Gedächtnis zu behalten, ist das Hören der Hörbücher eine gute Alternative.

Bereits im Prolog entfaltet sich die „Magie“, die Martins Schreibstil innewohnt, unaufhaltsam. Mit jedem Satz wird seine faszinierende Welt größer, eindrucksvoller, intriganter und vor allem gefährlicher. Lieb gewonnene Charaktere entstehen und sterben und die „Bösen“ scheinen unterschwellig immer die Oberhand zu behalten. Während des Lesens oder hier besser gesagt während des Hörens läuft vor dem inneren Auge der Handlungsfilm ab und bietet dem Leser damit ein unbeschreibliches „Kopfkino“, das sich kontinuierlich verbessert und bereits im ersten Band seine Schatten auf ein gewaltiges Finale wirft.


Doch der wahre Grund, der die Reihe für die Leser so faszinierend macht, ist vermutlich in der Komplexität und Vielseitigkeit der Charaktere und Handlungsstränge zu finden.

Als Lord Eddard Stark nach dem plötzlichen Tod seines Ziehvaters zur Hand des Königs berufen wird, ahnt noch niemand, welche tragischen Auswirkungen diese eine Entscheidung auf das Leben tausender haben wird.

Gezwungen durch seine Ehre und der Hoffnung auf Antworten zu Lord Arrins Tod, folgt der Wächter des Nordens zusammen mit seinen zwei Töchtern Arya und Sansa, seinem Freund, dem König, nach Süden.


Doch auch den in Winterfell verbleibenden Starks stehen große Herausforderungen bevor. Rob muss den Platz seines Vaters einnehmen, der junge Bran ist nach einem Unfall dem Tode nah, Jon Snow zieht es zur „Nachtwache“, den Wächtern der Mauer, und Rickon, das jüngste der Starkkinder, versteht bei dem ganzen Trubel die Welt nicht mehr.

Durch große und kleine Einflüsse nimmt das Leben der Charaktere somit ihren Lauf. Je weiter man die Familie Stark begleitet, umso mehr neue Familien und altehrwürdige Häuser fließen in die Handlung ein. Da Martin in seinen Romanen immer wieder die Perspektiven zwischen den verschiedensten Charakteren wechselt, kommen mit dem Voranschreiten der Geschichte neue Erzählstränge und Sichten hinzu. Der Leser erfährt durch die exponentiell ansteigende Reichweite immer neue Geschichten und Schicksale, die bis weit in den benachbarten Kontinent Essos zurückreichen; und erlebt Verschwörungen, die ihn erschüttern werden.


Bewertung:

Mord, Intrigen und charakterstarke Antagonisten, die einfach nicht sterben wollen. Was will man als Leser zu begin einer neuen Reihe mehr?

George R. R. Martin hat mit seiner Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ eine der umfangreichsten und faszinierendsten Romanwelten der heutigen Zeit geschaffen.

Und obwohl die Handlung an manchen Stellen durch ihre lange Aufbauphase nicht gerade vor Spannung und Action strotzt, hält Martins sehr detaillierter und bildhafter Schreibstil den Leser, gemeinsam mit den unvorhersehbaren Wendungen an den unmöglichsten Stellen, gefangen. Viele Botschaften und Vorzeichen auf drohende Ereignisse sind erst im Nachhinein klar sichtbar und bieten dem Leser/Hörer einen großen Spielraum für Theorien, eigene Gedankengänge und Verschwörungen.


Doch in dieser Rezension geht es ja auch um die Qualität des Hörbuchs zum „ersten halben Buch“ der Reihe. Mit dem Sprecher Reinhard Kuhnert wurde eine sehr angenehme und sanfte Stimme gewählt, die dem Hörer ohne Probleme vergessen lässt, dass er das Buch nicht selbst ließt. (Schließlich gibt es in Hörbüchern nichts Schlimmeres als eine aufreibende und schwer zu verfolgende Stimme)

Mein Hörerlebnis wurde jedoch durch Kuhnerts teils seltsame Aussprache von Namen oder Orten leicht gestört. Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass Buchstabenkombinationen wie „ae“, „ry“, … einzeln gesprochen wurden, was den Klang der betreffenden Namen völlig verändert. Besonders eingefleischte Fans, welche die HBO Serie bereit gesehen haben, werden beim Hören des Hörbuchs vermutlich über die „neue“ und „ungewohnte“ Aussprache eben dieser stolpern.


Für die Aussprache im Hörbuch und das „zerhacken“ der originaln Bücher in zwei Teile muss ich der deutschen Fassung leider einen Punkt abziehen. Doch betrachte ich ausschließlich George R. R. Martins Werk, so kann ich sagen, dass der ein Meisterwerk im Bereich der aktuelleren Literatur geschaffen hat und auf jeden Fall von Fans von Tolkien und komplexen Romanen gelesen/gehört werden muss.


8/10  bzw. 4/5 Sterne 

★★★★★★★★☆☆


Ich bedanke mich beim Bloggerportal und Radomhouse für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars und die daraus folgende Unterstützung beimer Arbeit. Dies hat jedoch wie immer keinen Einfluss auf meine  persönliche Meinung/Bewertung des Werkes.

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