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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Dein perfektes Jahr


Erscheinungsdatum: 09.09.2016


Autor: Charlotte Lucas


Seitenzahl: 576 Seiten


ISBN: 978-3-431-03961-0


Erhältlich: hier


Klappentext:Was ist der Sinn deines Lebens? Falls Jonathan Grief jemals die Antwort auf diese Frage wusste, hat er sie schon lange vergessen.

Was ist der Sinn deines Lebens? Für Hannah Marx ist die Sache klar. Das Gute sehen. Die Zeit voll auskosten. Das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht auch so spontane Dinge tun, wie barfuß über eine Blumenwiese zu laufen. (Cover, Klappentext by Lübbe)



Rezension:

Manchmal ist das Schicksal nicht immer fair … und manchmal reicht ein einziges Jahr, um alles zu verändern.


In Charlotte Lucas' Roman „Dein perfektes Jahr“ wird dieses Phänomen zumindest mehr als deutlich, als mit den beiden Protagonisten die Gegensätze aufeinanderprallen. Diese Grundlage bietet viele unterhaltsame und ab und zu auch spannende Momente, die man in Anbetracht der schnell deutlich werdenden Situation, wahrscheinlich nicht erwartet hätte. Unterstützt wird die Handlung von dem größten Teils sehr flüssigen und natürlich wirkenden Schreibstil der Autorin. Doch dieser ist kein Ausgleich für die vielen 'unglücklichen Zufälle', welche die Handlung des Romans beherrschen. Obwohl es nachvollziehbar ist, dass die Protagonisten vor gewisse Hürden gestellt werden müssen, so hat man in „Dein perfektes Jahr“ einfach das Gefühl, dass es irgendwann zu viel des Guten ist – wie man so schön sagt. Die teils bereits klischeehaften Zufälle sogen nämlich neben einem einfachen Augenrollen auch dafür, dass der Spannungsbogen an bestimmten Stellen arg in Mitleidenschaft gezogen wird.


Mit der Protagonistin Hannah lernt der Leser den optimistischen Part des Romans kennen. Egal welche Rückschläge sie auch erleidet, Hannah hält an ihren Zielen fest und sieht – beinahe – immer das Gute. Doch als eine schreckliche Nachricht die junge Frau heimsucht, so wird ebenso offensichtlich, dass sie auch anders kann. Die Mischung aus innerer Furie und gnadenloser Optimistin ergänzt sich im Verlauf der Handlung jedoch überraschend gut. Leider lassen sich dennoch nicht alle Handlungen der Protagonisten so problemlos beziehungsweise logisch nachverfolgen, wie es bei ihrem Charakter der Fall ist. Als ein Beispiel möchte ich an dieser Stelle den Kalender nennen, den sie für ihren Verlobten angefertigt hat (diejenigen unter euch, die den Roman gelesen haben, können vielleicht verstehen, dass man in dieser Situation wichtigere Probleme hat, als einen Kalender – aber gut, das ist Geschmackssache).


Als Gegenstück zu der positiven Hannah tritt recht schnell der stoische und in vielerlei Hinsicht auch „langweilige“ Jonathan N. Grief auf den Plan. Als Verleger eines Verlages für 'gehobenere Literatur' ist es eigentlich recht passend, dass der Humor und das Verständnis des Protagonisten an vielen Stellen so eingestaubt ist, wie manche der Bücher im Verlagslagerraum. Seine trockene Art ist es jedoch auch, die dem Roman seine 'Spannung' verleiht. Es ist, als würde man Herrn Grief dabei begleiten, eine völlig neue Welt zu entdecken, zu der er sein ganzes Leben lang keinen Zugang hatte. Hinzu kommen mysteriöse Aspekte, rund um seine Vergangenheit, die zusätzliche Aufhänger und Möglichkeiten bieten, sich weiterzuentwickeln.


Aber egal ob Hannah oder Jonathan, die vernünftigsten Figuren des Romans findet man wohl in den Nebencharakteren wieder. Mit Hannahs bester Freundin und Jonathans obdachloser Parkbekanntschaft lernt man die Vernunft kennen. Sie sind es, die die beiden Protagonisten immer wieder auf den richtigen Weg führen und sich nicht scheuen auch einmal plump und ungeniert ihre Meinung zu sagen. Zugleich entwickeln sie aber auch einen beeindruckenden trockenen Humor an den richtigen Stellen, der die Handlug auflockert oder langatmige Situationen zum Besseren wendet.


Bewertung:

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habt ist diese Rezension etwas oberflächlicher, als gewöhnlich. Dies liegt vor allem daran, dass beinahe bei jeder Information, die man fallen lassen möchte, ein Spoiler zustande kommt.

Doch was halt ich denn nun von „Dein perfektes Jahr“?


Ich bleibe etwas zwiegespalten zurück. Zum einen ist die Idee des Romans wirklich schön und bietet viel Platz für Emotionen, welche an manchen Stellen auch gut genutzt wurden. Andererseits war die enorme Anhäufung der Klischees, um ein Treffen der Protagonisten zu verhindern, irgendwann einfach zu viel. Die Spannung machte an diesen Stellen große Einbrüche und es viel mir schwer, einen guten Lesefluss aufrechtzuerhalten. Doch als größten Kritikpunkt muss ich einfach das Ende ansehen. Der abrupte Abschluss des Romans hat mich doch sehr enttäuscht zurückgelassen. Es wirkte beinahe, als wäre der Roman unvollständig.


6/10  bzw. 3/5 Sterne

★★★★★★☆☆☆☆

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©2019 by Andraja Meda

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