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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Call of Crows - Enthüllt


Erscheinungsdatum: 12.01.2018

Autor: G.A. Aiken

Seitenzahl: 464 Seiten ISBN: 978-3-492-28137-9

Erhältlich: hier


Klappentext: Stieg Engstrom ist der grimmigste Wikinger, den die Welt je gesehen hat, und er hat ein Problem: Sein Klan steht kurz vor der Vernichtung – genauso wie der Rest der Menschheit – und die einzige Hilfe, auf die er bauen kann, ist ausgerechnet eine supernervige Crow. Zugegebenermaßen findet Stieg alle Leute irgendwie nervig, aber diese Frau kann er kaum aushalten. Wenn die Lage nicht so ernst wäre, würde er ihr glatt das unverschämte Grinsen aus dem Gesicht küssen … Erin Amsel liebt ihr Leben als Crow. Warum auch nicht, wo doch die anderen Klans (vor allem die Wikinger) so lächerlich arrogant und humorlos sind? Für dieses Leben wird sie kämpfen! Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, dass ihr dabei Stieg zur Seite steht. Immerhin ist der wunderbar einfach auf die Palme zu bringen – und zudem irgendwie süß.(Cover, Klappentext by Piper Verlag)



Rezension:

Ihr Tod war nicht das Ende, sondern erst der Beginn ihres (gesunden) Wahnsinns!

Nach einem qualvollen Jahr des Wartens ist pünktlich im Januar „Call of Crows – Enthüllt“ der dritte Teil von G. A. Aikens Call of Crows Reihe erschienen. Denn Ragnarök ist noch nicht abgewandt und die rachsüchtige Göttin Gullveig steht kurz vor ihrer Wiederkehr.

Die Handlung geht also genau dort weiter, wo sie vor einem Jahr endete... nur mit einer neuen, chaotischen und unglaublich charmanten Crow, die es versteht, die Geduld eines gewissen Wikingers gnadenlos zu strapazieren und sich so gut, wie alle Götter zu Feinden macht.


Während Aiken die Geschichte der Götterclans weitererzählt, bleibt sie jedoch nicht strickt auf das Protagonistenpaar fixiert. Ähnlich wie in den Vorgängerromanen, wechselt die Autorin immer wieder die Perspektiven zwischen Gut und Böse, Crow und Raven, … sodass auch alte Bekannte ihre Auftritte erhalten. Durch diesen stetigen Wechsel, der die Handlung an genau den richtigen Stellen verzögert, entsteht eine interessante Mischung aus Spannung und Humor, die nur G. A. Aiken so gelingt.


Nachdem Erin Amsels erstes Leben schon nicht sonderlich gut geendet hat, muss das Zweite einfach besser werden … doch irgendwie zieht sie mit ihrer großen Klappe Chaos und Kopfschüsse magisch an. Genug Gründe, dass manche an ihrem längerfristigen Überleben zweifeln, weshalb man ihr den Ravenkrieger Stieg aufgehalst hat, um „ein Auge aus sie zu haben“. Wunderbar, nicht?! Aber naja, zumindest einen Vorteil gibt es, Erin kann Stieg schamlos provozieren und ihn zugleich als Alibi nutzen, um einer heiklen Spur nachzugehen. Doch der Coup wird immer größer, sodass sie Stiegs Hilfe bald wirklich benötigt.


Bereits aus Teil 1 und 2 ist Erin dem Leser wahrscheinlich durch ihr große Klappe, ihr gemeine Art und ihr zugleich „beschützendes“ Auftreten in Erinnerung geblieben. Dies hat sich natürlich auch nicht geändert. Doch nun sieht man auch, dass weitaus mehr in der jungen Frau steckt, als man denkt und sie durchaus weiß, wo ihre Grenzen sind. Die Mischung aus Ernst und Humor gepaart mit Erins „ *beliebiges Opfer einfügen* hat angefangen“ tragen somit zur gesamten Romanatmosphäre wunderbar bei. Besonders interessant ist aber auch, wie sie lernt mit dem verschlossenen Wikinger an ihrer Seite umzugehen und die sprichwörtlichen 'Samthandschuhe', mit denen er von allen angefasst wird, wegwirft.


Man kann weswegen ohne schlechtes Gewissen sagen, dass Erin die Handlung durch ihren Charakter trägt und ausbaut. Aber Mit Stieg, Kera, Brodie Hwaii und vielen anderen Charakteren, die fester Bestandteil der Call of Crows Welt sind, wird der Roman erst zu dem, was er ist. Sie alle bilden -mehr oder weniger gut- einen starken Kontrast zu der ausgeflippten Protagonistin und bringen damit alles wieder in Waage. Egal ob Kera und Vig (aus dem ersten Teil) oder das Drama rund um die Crowanführerin Chloe und ihren Ex, die sich erst ab einer gewissen Dezibelzahl unterhalten können, die Lebendigkeit des Romans entsteht durch sie. Die ganze Geschichte ist somit nicht auf Stieg und Erin fixiert, sonder nutzt das Paar lediglich, um sich selbst zu erzählen.


Bewertung:

Nachdem in Band zwei eine etwas ruhigere Crow das Ruder übernommen hatte, ist es schön zu sehen, dass nun das Chaos wieder Einzug hält. Das Zusammenspiel zwischen Handlung, Atmosphäre und Charakteren ist sehr gut abgestimmt und wird vom typischen Aiken-Humor abgerundet, sodass man sich zuhause fühlt, wenn man zum dritten Mal in die Welt der Crows zurückkehrt.

Aber auch die Art und Weise, wie sich die Spannung und der Kampf gegen Gullveig aufgebaut haben und Schatten für zukünftige Bücher voraus werfen, hat dafür gesorgt, dass ich den Roman nicht mehr aus den Händen legen konnte. Ich bin wirklich sehr gespannt, welches Abenteuer als Nächstes geplant ist!


Hinzu kommen die vier Reiter der Apokalypse (mein kleines persönliches Highlight), die dieses Mal ein wenig mehr zu sagen hatten und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass das Fangirl im mir vielleicht eines Tages doch noch eine Geschichte über sie zu lesen bekommt.

Um alles mit einem Satz abzurunden: Mit ihrem chaotischen Geniestreich, in der Welt der Götterclans, ist G. A. Aiken ein wunderbarer Roman gelungen, den ich jedem nur ans Herz legen kann!


10/10  bzw. 5/5 Sterne 

★★★★★★★★★★

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