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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Bird and Sword


Erscheinungsdatum: 16.10.2017

Autor: Amy Harmon

Seitenzahl: 398 Seiten ISBN: 978-3-7363-0548-9

Erhältlich: hier

Klappentext: 

Ein Mädchen ohne Stimme.  Ein König in Ketten.  Ein Fluch, der sie vereint.  Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann …  (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)



Rezension:

Wie ist eine Welt, in der ein einziges Wort die Macht hat, alles zu verändern? Wie beeinflussen diese göttlichen Fähigkeiten den einfachen Geist der Menschen? Und was für Folgen hat ein machthungriger Monarch auf solch eine instabile Welt?


Mit dem Roman „Bird and Sword“ findet die gleichnamige Fantasyreihe der Autorin Amy Harmon endlich ihren Platz in den deutschen Buchläden! Die vielfältige und mysteriöse Romanwelt, die Harmon erschafft, strotzt vor Magie und Konflikten und entführt den Leser in ein Wirrwarr aus halsstarrigen Ansichten, göttlichen Erzählungen und interessanten Charakteren, die dem Roman Leben einhauchen.

Besonders zu Beginn ist „Bird and Sword“ ein wahrer Page Turner! Das harmonische Zusammenspiel zwischen Handlung und Charakteren, sowie Amy Harmons fesselnden Schreibstil, baut innerhalb weniger Seiten eine mitreißende Spannung auf, die sich bis zum Mittelteil problemlos hält. Man fühlt sich sofort mit den Protagonisten und ihrer Situation verbunden und fiebert jedem neuen Konflikt entgegen. Dieser Charme flaut jedoch ab der Hälfte immer weiter ab. Die darauf folgenden hundert Seiten fangen dieses Manko durch viele Intrigen und Bedrohungen zwar etwas ab, halten den Fall der Atmosphäre aber nicht auf.

Das „Alltagsleben“ nimmt einfach zu starken Einfluss auf die Geschehnisse, sodass sich die Handlungsabläufe immer wieder, wenn auch mit kleineren Abwandlungen, wiederholen und kaum noch Überraschungen mit sich bringen. Gegen Ende wirkt dieser Flaute als extremer Gegensatz die geballte Ladung Action und Handlungsvielfalt entgegen. Aber so wohl, wie zu Beginn, fühlt man sich trotzdem nicht mehr. Die vielen Ereignisse auf den wenigen Seiten vor dem „Ziel“ schlucken die Informationsvielfalt nur knapp; die Umgebung und die Charaktere werden damit vernachlässigt und von der Handlung überwältigt.

Umso überraschender ist die Lösung des Konflikts, welche derart viele Kompetenten vereint, dass nur Leser das ganze Ausmaß nur ansatzweise erraten können!


Seit Larks Stimme mit dem Tod ihrer Mutter verstummte und ihr Wohlergehen mit dem ihres Vaters verbunden ist, kennt die junge Frau nur den tristen Abklatsch eines guten Lebens. Beinahe rund um die Uhr wird sie von Aufpassern begleitet, die für ihre Sicherheit sorgen sollen und für ihren Stand alltägliche Dinge, wie Lesen und Schreiben, bleiben Lark verwehrt. Ihr Vater – der Lord von Corvyn – hält seine Tochter wie ein lästiges Haustier gefangen, sodass Lark nur in den wenigen Stunden „Freigang“, die sie sich erkämpft, den Hauch von Freiheit zu spüren bekommt. Doch all diese Vorkehrungen helfen nicht, als Lark für die Vergehen ihres Vaters vom König als Pfand entführt wird.

In der Hauptstadt Jeru erfährt sie überraschend ein völlig anders Leben. Lark ist weniger Gefangene als Gast und lernt schnell den Unterschied zur „wahren“ Freiheit kennen und lieben. Besonders König Tiras, der mit der Zeit hinter seine eiserne Mauer blicken lässt, wird für die mächtige Weissagerin zu einem Felsen in der Brandung, mit dem sie ein gemeinsames Geheimnis teilt. An für sich wäre Larks Leben perfekt, gäbe es nicht die Bedrohung durch die Volgar, die der Hohe Rat des Königreiches ausnutzt, um gegen den König zu intrigieren und diesen letztendlich zu stürzen. Denn Lark gerät genau zwischen dieses Mühlrad der Macht und Geheimnisse, sodass auch sie bald in großer Gefahr schwebt.


Je weiter die Handlung ihren Lauf nimmt, umso mehr sieht sich Lark den Bedrohungen der Hauptstadt gegenüber. Sie muss lernen das graue Mäuschen der Vergangenheit zu überwinden und ohne Stimme zu kämpfen; erkennen, wer sie nur als Schachfigur auf dem Schlachtfeld hin und her schiebt und wer ihr wahrer Verbündeter ist. Durch diese neuen und unerwarteten Herausforderungen gewinnt Lark ein großes Maß an Selbstbewusstsein und innere Stärke hinzu, doch auch ihre magischen Fähigkeiten entwickeln sich gemeinsam mit ihrem Charakter weiter. Als sie schließlich auch noch ihren letzten Halt verliert, ist es aber auch für Lark an der Zeit, ganz allein gegen die Feinde des Königreiches anzutreten und, wenn nötig, sich selbst und ihre Wünsche zu opfern. Dies ist eine Einwicklung, die man so vermutlich nicht erwartete hätte, da Lark im Vergleich zu Beginn des Romans unglaublich schwach wirkte und eine derartige Wandlung – mit dem entsprechenden „Unterricht“- vollzogen hat.


Lark ist jedoch auch von vielen anderen Charakteren umgeben, die sich früher oder später als Freund oder Feind outen. Mit Tiras ist eine interessante Figur geschaffen worden, die -auch wenn sie wenig von sich Preis gibt- sowohl auf Lark, als auch auf den Leser eine große Faszination mit sich bringt und für viel Kopfzerbrechen und Spannung sorgt. Doch auch viele andere neue und alte Bekannte und Freunde treten in Larks Leben. Ob ihr ständiger Begleiter Boojohni, der Hauptmann Kjell oder die vielen Ratsmitglieder und Abgesandten aus den Provinzen... der Roman beherbergt viele verschiedene Charaktere mit den unterschiedlichsten Ambitionen und Problemen, sodass man sich als Leser die meiste Zeit an einer sehr lebendigen Welt erfreuen kann.


Bewertung:

Mit dem Roman „Bird and Sword“ hat Amy Harmon eine Welt erschaffen, die den Leser ab der ersten Seite fesselt und berührt. Besonders sie spannende Handlung in der ersten Hälfte verhilft „Bird and Sword“ zu einer wortgewaltigen Atmosphäre mit einem angenehmen Zusammenspiel der verschiedenen Einflussfaktoren.


Leider wird die Handlung im Mittelteil vom Alltag der Charaktere eingeholt und gegen Ende von einer gewaltigen Ladung an Handlungsabläufen und Informationen überrollt, wodurch besonders die erschaffene Welt in den Hintergrund gedrängt wird und verblasst. In diesen Abschnitten ist der Roman zwar keineswegs unsäglich langweilig oder „schlecht“, doch die abfallende Atmosphäre trübt das Leseerlebnis dennoch ein.


Trotz dieser „Mängel“ hatte ich unglaublich viel Spaß den Roman zu lesen und habe diesen dementsprechend auch in wenigen Tagen verschlungen. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es im nächsten Band im Kjell weiter geht und möchte mich beim Lyx Verlag für die Bereitstellung dieses Buches bedanken. Wie immer hat dies jedoch keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung.


8/10  bzw. 4/5 Sterne

★★★★★★★★☆☆


PS Bei diesem Roman handelt es sich um ein vom "Lyx Verlag" bereitgestelltes Rezensionsexemplar. Ich bedanke mich recht herzlich für die daraus resultierende Unterstützung meiner Arbeit auf diesem Blog. Dennoch hat dieser Umstand keinerlei Einfluss auf meine Meinung und Bewertung des Werkes.

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©2019 by Andraja Meda

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