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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] Angel and Reaper - du gehörst mir


Erscheinungsdatum: 04.01.2018

Autor: Vanessa Sangue

Seitenzahl: 226 Seiten ISBN: 978-3-7363-0751-3

Erhältlich: hier


Klappentext: Bei der ersten Begegnung will er sie in seinem Bett.

Bei der zweiten Begegnung will er sie töten.

Bei der dritten Begegnung will er sie für immer behalten.

Alexia, besser bekannt als Red Reaper, gilt als die erfolgreichste Auftragsmörderin der USA. Niemand kennt ihre Identität, keine Mission ist ihr zu gefährlich, niemand stellt sich ihr freiwillig in den Weg. Niemand - bis auf Raphael Zane. Der Anführer der Angels of Death MC staunt nicht schlecht, als die rothaarige Schönheit auf seinem Territorium herumschnüffelt. Von dieser ersten Begegnung an will er sie in seinem Bett. Bei ihrer zweiten Begegnung schwört er sie zu töten. Und bei der dritten Begegnung macht er ihr unmissverständlich klar, dass er sie nie wieder gehen lassen wird. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass Alexia das Potential hat einen Krieg auszulösen ... (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)



Rezension:

Sie leben von Gewalt und Macht, doch was wird passieren, wenn diese beiden Kämpfer aufeinandertreffen?


In ihrem Roman „Angel and Reaper“ entfernt sich die Autorin Vanessa Sangue von ihren Vampiren und führt den Leser in die Welt der Bikergangs und Auftragskiller. Dabei nutzt sie das altbekannte Prinzip „Aus Feinden werden Liebhaber“ und ändert es hier und da ein wenig ab.

Sangues Schreibstil ist dabei wirklich sehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass ich das Buch an einem Abend begonnen und beendet hatte. Doch der Stil allein ist nicht alles; der Umwelt und dem Hintergrund der Protagonisten geschuldet nutzt sie nämlich einige andere Tricks:

Bereits die kurze „Warnung“ - zu beginn des Romans - verspricht mehr Gewalt, Blut und eine vulgäre Sprache, die manch einem nicht wirklich zusagen könnten. Es sind jedoch genau dieses Elemente, die die Handlung tragen und der Geschichte einen Spannungsbogen verschaffen. Abgesehen von der Brutalität und den daraus resultierenden Kämpfen, hält die Story an sich nämlich leider keine Überraschungen bereit.


Alexia - weithin auch bekannter unter ihrem Namen „Red Reaper“ - ist die bekannteste Auftragsmörderin der USA und hangelt sich von einem Job zum Nächsten. Denn wie heißt es so schön? Geld kann man nie genug haben! Doch der Eindruck, den ihr Beruf vermittelt, täuscht. Ruhelos zieht sie immer weiter - mit dem Ziel zu überleben. Als sie in Salt Lake City einen lukrativen Job angeboten bekommt, muss sie ihn einfach annehmen. Es scheint so einfach. Sie muss lediglich einen verfeindeten Fotoradklub für ihren Auftraggeber ausspionieren und das Geld ist ihr sicher... oder auch nicht... . Der Job birgt viele ungeahnte Probleme, die Alexia schließlich in Lebensgefahr bringen könnten, allem voran 'Archangel'.

Hinter der jungen Frau verbirgt sich ein knallharter Killer, mit dem Wissen über unzählige Varianten ihre Gegner zu töten. Sie ist tough, stark, mutig und bereit jederzeit zu sterben … hinter dieser Hülle steht schlussendlich aber nur ein junges Mädchen auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Diese Seite von sich hält Red Reaper tief in ihrem Inneren vor ihren Feinden verborgen und ist nicht bereit, sie ihren Feinden zu offenbaren, doch die ungewöhnlichen Foltermethoden des Archangels sind effektiver als erwartet.


Als Raphael „Archangel“ Zane und sein Stellvertreter während eines Klubtreffens in ihrem Hauptquartier von einer zierlichen Frau angegriffen werden, steht für den Anführer der Angels of Death fest, dass er seine Rache bekommen wird, doch die Kleine ist wie ein Geist. Nach vergeblicher Suche bleibt ihm somit nichts anderes übrig, als einen Profi auf dem Gebiet der Personensuche zu engagieren. Doch der Erzengel erlebt sein 'rotes Wunder' als Red Reaper zum vereinbarten Treffen erscheint. Es kommt zu einem Konflikt zwischen den beiden Alphatieren und keiner von beiden ist bereit zu weichen, sodass Raphael keine andere Wahl bleibt, als zu tun, was er tun muss. Welche Folgen sein Handeln haben wird, hat er jedoch nicht auch nur im Ansatz erahnt.

Als brutaler Ganganführer, der Raphael nun einmal ist, hat er schon vieles gesehen und noch mehr erlebt. Als er es sich jedoch zur Aufgabe macht, Informationen aus seiner Gefangenen herauszubekommen, um seinem Club zu schützen, beißt er sich förmlich die Zähne aus. Neue Methoden müssen her …, die ihm selbst schließlich zum Verhängnis werden. Sodass er sich schlussendlich die Frage stellen muss, wen oder was er retten und beschützen will.


Die Angels of Death und die Saints bieten eine Vielzahl von Charakteren, die kurze Auftritte erhalten und hier und da die Handlung antreiben oder unterstützen. Leider war bei den 226 Seiten, die der Roman umfasst, neben Folter und Kämpfen nicht mehr sehr viel Platz, um dieses Potenzial auszubauen. Die Handlung ist sehr stark auf die Protagonisten fixiert und lässt der Umwelt nicht viel Raum zum Atmen. Dabei wäre es gerade im Hinblick auf die Bikerclubs sehr interessant gewesen, einen tieferen bzw. besseren Eindruck in diese Welt zu erhalten.


Bewertung:

Kurz vorweg: Nach der Warnung zu Beginn habe ich wirklich Schlimmeres erwartet und war froh, dass es sich doch derart in Grenzen gehalten hat! (Wer Lawless gelesen hat, weiß, was ich erwartet hatte und ZUM GLÜCK nicht gefunden habe)


Angel and Reaper von Vanessa Sangue ist keiner dieser schnulzigen Liebesromane, die den Markt förmlich überschwemmen (diesbezüglich könnt ihr also aufatmen), gleichzeitig ist die Handlung aber auch nicht wirklich neu und überraschend.

Die Folterszenen sind mit „Vorliebe/Fetisch auf Blut“ und aufgeilen am Ersticken immer wieder das gleiche und für den ein oder anderen (mich dabei eingeschlossen) nicht immer 100% nachzuvollziehen. Das ist aber auch kein Problem, wenn die Handlung dies wieder ausbügeln kann. Das Gefühl hatte ich bei der altbekannten und geradlinigen Handlung von „Angel and Reaper“ aber nicht wirklich. Herausstechend war vielmehr Alexia, die mit ihrer Art eine sehr starke und sympathische Protagonistin wird, die man gern hat und mit der man sich freut, wenn sie einen Gegner in die Kronjuwelen tritt ;).


Aber auch Raphael habe ich wirklich lieb gewonnen – am Ende hatten mich die beiden einfach!

Im Großen und Ganzen kann man also sagen, dass Angel and Reaper ein guter Roman für zwischendurch ist und Unterhaltung verspricht.


6/10  bzw. 3/5 Sterne

★★★★★★☆☆☆☆


PS Bei diesem Roman handelt es sich um ein vom "Lyx Verlag" bereitgestelltes Rezensionsexemplar. Ich bedanke mich recht herzlich für die daraus resultierende Unterstützung meiner Arbeit auf diesem Blog. Dennoch hat dieser Umstand keinerlei Einfluss auf meine Meinung und Bewertung des Werkes.

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©2019 by Andraja Meda

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