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Andraja Meda

  • Andraja Meda

[Rezension] After Work


Erscheinungsdatum: 29.03.2018


Autor: Simona Ahrnstedt


Seitenzahl: 519 Seiten


ISBN: 978-3-7363-0559-5


Erhältlich: hier


Klappentext: Stell dir vor, du triffst einen Mann in einer Bar.

Und er ist heiß und sexy und interessant. 

Stell dir vor, du erzählst ihm alles von dir. 

Und du küsst ihn. 

Dann stell dir vor, du kommst am nächsten Morgen ins Büro. 

Und er ist dein neuer Chef.  (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)




Rezension:

Wenn Wünsche und gesellschaftliche Moralvorstellungen in einem lauten Knall kollidieren...


Mit dem Roman „After Work“ erscheint ein weiterer Roman der schwedischen Erfolgsautorin Simona Ahrnstedt auf dem deutschen Markt. Ihr neuster Roman scheint dabei das Feeling der beeindruckenden „Die Erbin“ - Reihe aufzugreifen und die Leser erneut nach Schweden zu entführen. Die Handlung lässt Ahrnstedt durch die Protagonisten Lexia und Adam erzählen, welche die Kapitel im regelmäßigen Wechsel erobern und somit verschiedene Blickwinkel offenbaren. Da die Geschichte bereits mit einer unterhaltsamen und zugleich etwas unangenehmen Situation beginnt, baut sich sehr schnell ein Spannungsbogen auf, der sich über den größten Teil des Romans überraschend gut halten kann und dafür sorgt, dass man Wort für Wort inhaliert. Lediglich im Mittelpart des Romans erhält die Spannung einen leichten Dämpfer, da festgefahrene Lage der Charaktere mit der Zeit etwas langatmig werden kann.


Lexia Vikander arbeitet als Werbetexterin in einem kleinen Unternehmen in Stockholm. Die Werbebranche, die durch gängige Schönheitsideale und Chauvinisten beherrscht wird, ist jedoch kein Paradies für eine ambitionierte, normal gewichtige, junge Frau aus der Mittelschicht mit revolutionären Absichten. Tagtäglich muss sie sich mit fiesen Kommentaren, Intrigen und falschen Freunden auseinandersetzen und für ihre Ansichten kämpfen. Eine Tatsache, mit der sie sich schon lange abgefunden hat und die dafür sorgt, dass das meiste an ihr abprallt. Doch nun wurde die kleine Agentur, in der sie arbeitet, aufgekauft und das Gerücht kursiert, dass der neue Chef ohne mit der Wimper zu zucken bereit ist, jegliche Art von Ineffizienz auszumerzen. Dieser Umstand bringt genug Gründe mit sich, dass Lexia mit ihren ungewöhnlichen Ideen um ihren Job bangen muss. So führt eins zum anderen und sie küsst in einer Bar – betrunken, wie sie ist - einen mysteriösen Unbekannten, der sich als ihr neuer Chef herausstellt.

Obwohl diese Grundsituation nur so von Klischees wimmelt, wird man diesbezüglich schnell beruhigt, als die Handlung darauf aufbauend interessant Wege geht. Lexia ist zurückhaltend und in den meisten Fällen der gut herzigste Mensch, den es gibt. Doch im Kampf um ihren Job ist sie bereit die Krallen auszufahren und zugleich sich selbst zu bewahren. Bei diesem „Machtkampf“, den sie überstehen muss, wird aber klar, dass sie unglaubliche Probleme hat, in der rauen Welt der Reichen und Schönen mitzuhalten. Immer wieder muss die Protagonistin Rückschläge aushalten und sich wieder aufraffen, sodass man schnell beginnt, mit ihr mit zufiebern.


Adam Nylund kommt von ganz unten und hat es zu einem der gefürchtetsten Männer der Branche geschafft. Kein Wunder, dass es ihm also gewaltig gegen den Strich geht, dass sein Boss und Mentor ihn in einer mickrigen Werbeagentur abgestellt hat, für deren Leitung er eindeutig überqualifiziert ist. Dass es in dieser Branche nur so von Intrigen und falschen Zungen zu wimmeln scheint, macht seine Aufgabe auch nicht einfacher. Und als wäre dieser Trubel kurz nach seiner Rückkehr nach Stockholm noch nicht genug, muss er sich mit seiner Ex herumschlagen mit der verpeilten und zugleich faszinierenden Lexia zurecht kommen.

Sobald man Adam kennenlernt, wirkt er wie das typische Glückskind, das aus dem Nichts nach ganz oben kam. Doch durch seine Gespräche mit seinem Mentor und mit Lexia kann man erahnen, dass dieser Weg seinen Preis hatte. Die Hintergründe, die man somit schrittweise erfährt, sind überraschend und schockierend zugleich, was aus Adam einen interessanten Protagonisten mach, der sich auf beeindruckende Weise entwickelt.


Durch Lexias „nieder“ Herkunft, hat sie viel Kontakt zu normalen Menschen, die in der versnobten Werbebranche eine willkommene Abwechslung darstellen. Ihre Mutter ist dahingegen einer der schwierigsten Figuren neben Adams Mentor. Beide Nebencharaktere bieten viel Konfliktpotenzial und sind zugleich etwas verwirrend, sodass man sie nicht durchgängig hasst. Hinzu kommen die beiden besten Freunde der Protagonisten, die viel Witz und Humor mit sich gebracht und Adam und Lexia an den richtigen Stellen in den Hintern getreten haben. Alles in allem war die Atmosphäre durch die Nebencharaktere somit recht lebhaft und vielseitig gestaltet.


Bewertung:

Diejenigen von euch, die meinen Blog bereits länger verfolgen, wissen, dass ich Ahrnstedts Reihe rund um „Die Erbin“ verschlungen habe.

Mit diesem Vorwissen bin ich von daher auch an „After Work“ herangetreten. Trotz Klischeevorlage hat die Autorin wieder einmal es geschafft, dass ich viel Spaß mit den Charakteren und der Geschichte an sich hatte. Die Charaktere haben gut mit der Handlung harmoniert und dieses 'Feeling', dass man in der „Die Erbin“ Reihe miterleben durfte, kam zum Teil hier wieder.


Leider hat mich dieses ewige Hin und Her zwischen Lexia und Adam im Mittelpart etwas genervt, was auch zur Folge hatte, dass mir persönlich ein „geheimnisvoller Aufhänger“, der etwas Action in die Handlung bringt, gefehlt hat.

Meinen größten Respekt bekommt Simona Ahrnstedt zusätzlich dafür, dass sie derart offen Transgender mit in ihre Geschichten einbaut. Ein Umstand, den ich sehr begrüße.

Abschließend lässt sich sagen, dass mir „After Work“ - obwohl es nicht an die Bücher der „de la Grips“ heranreicht, wirklich gut gefallen hat und ich mich wie immer über weitere Bücher der Autorin freuen würde. Eine klare Empfehlung für alle Fans!


8/10  bzw. 4/5 Sterne

★★★★★★★★☆☆

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